Alles neu beim Portugiesischen SV

Sieht für den PSV eine gute Perspektive auf dem Husemannplatz: Der 1. Vorsitzende Alex Vicente.
Sieht für den PSV eine gute Perspektive auf dem Husemannplatz: Der 1. Vorsitzende Alex Vicente.
Foto: Oliver Schinkewitz
Was wir bereits wissen
Der Portugiesische SV zieht in seine neue Heimat auf dem Husemannplatz. Fernando Portela ist als Trainer für den sportlichen Umbruch verantwortlich.

Witten.. Alex Vicente klingt ruhig und entspannt. Er befindet sich momentan in Portugal im Urlaub und hat sich von den zurückliegenden anstrengenden Wochen offenbar bereits erholt. Denn Vicente, seit dem 22. Mai mal wieder 1. Vorsitzender, hatte mit seinen Vereinskollegen viel zu tun: Seit dem 1. Juli ist der Husemannplatz offiziell die neue Heimat des Portugiesischen SV. Neben dem Umzug musste obendrein ein Umbruch vollzogen werden. Nämlich der auf sportlicher Ebene. „Bei uns ist alles neu“, sagt Vicente deshalb.

Den Umzug vom Herbeder Sportplatz an die Husemannstraße konnten die PSV-Verantwortlichen von langer Hand planen. Bei der Kaderplanung der ersten Mannschaft geriet man indes völlig unverhofft unter Zeitdruck. Kurz nach Ostern hatte man sich mit Trainer Andreas Gräber auf eine weitere Saison geeinigt, auch viele Spieler gaben ihre Zusagen. Darauf verließen sich Vicente und Co. Nach der 1:9-Klatsche beim VfB Langendreerholz Mitte Mai machte Gräber jedoch einen Rückzieher – und mit ihm zahlreiche Spieler, die größtenteils ihrem Trainer zur Reserve des VfB Annen folgten.

„Wir waren mit unserer Planung eigentlich weit fortgeschritten, dann mussten wir plötzlich alles über den Haufen werfen“, sagt Vicente. „Mit viel Energie und vielen Gesprächen haben wir aber eine gute Lösung gefunden.“ Fernando Portela wird den B-Ligisten in der kommenden Saison trainieren, gemeinsam mit Markus Nowag, der zum Ende der vergangenen Saison für die Mannschaft verantwortlich war.

Portela ist sozusagen eine interne Lösung, die extern Erfahrungen gesammelt hat. Das langjährige PSV-Mitglied spielt für die Alten Herren des Klubs und war parallel mehrere Jahre Trainer beim FC St. Antonio Dortmund. Portela baute den Portugiesischen Verein mit auf und kratzte sogar am Aufstieg in die Kreisliga A. Nach einer einjährigen Pause übernimmt er nun seinen Stammverein. „Wir sind froh, dass wir ihn für uns gewinnen konnten“, sagt Vicente.

16 Spielerabmeldungen flatterten in den vergangenen Wochen in das Postfach des Wittener B-Ligisten. Diese konnte man mit zwölf Neuzugängen, davon fünf von Portelas Ex-Klub, annähernd kompensieren. Zudem sind einige Spieler dabei, die zuletzt für die SpVgg Witten 92/30 gespielt haben. „Das war sehr viel Arbeit. Aber ich finde, wir haben das sehr gut hin bekommen“, sagt Co-Trainer Nowag. Mit Beginn der Vorbereitung am 22. Juli gilt es, die neue Mannschaft aufzubauen. „Wir wollen eine vernünftige Saison spielen und mindestens den Klassenerhalt schaffen“, so Nowak.

Beim Portugiesischen SV weht ab diesem Sommer ein neuer Wind. Den Umzug auf den Husemannplatz, wo man auf seinen alten Platznachbarn DJK TuS Ruhrtal trifft, begrüßt Alex Vicente: „Wir waren und sind ein Verein aus der Stadtmitte und haben dort eine gute Perspektive.“