Abwärtsspirale beim TSV setzt sich fort

Gegen die Gäste aus Stiepel gab es für Ugur Yanik die nächste Niederlage. Die Bochumer waren in allen Belangen besser und handlungsschneller.
Gegen die Gäste aus Stiepel gab es für Ugur Yanik die nächste Niederlage. Die Bochumer waren in allen Belangen besser und handlungsschneller.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der TSV nähert sich weiter der Kreisliga B an. Man verlor gegen RW Stiepel mit 0:4. Trainer Aykan Özer legte, nach der Partie, sein Traineramt nieder.

Stockum.. Türkischer SV -
RW Stiepel 0:4 (0:2)

Torfolge: 0:1 (12.), 0:2 (30.), 0:3 (47.), 0:4 (75.).

Beim Türkischen SV brennt es lichterloh. Mit einem klaren 0:4 (0:2) verlor man gegen RW Stiepel und wartet nun seit dem 13. Spieltag auf einen „Dreier“.

Für Co-Trainer Ahmet Kücük war schnell klar, woran es lag: „Wir mussten heute wieder mit einem stark dezimierten Kader antreten und drei Mann aus der Reserve hochziehen.“ Alleine die Ausfälle von Spielmacher Serkan Gülsever und Caner Halicioglu schmerzten die Wittener. „Das Spiel war so schlecht, wie es das Ergebnis aussagt. Wir machen einfach viel zu viele individuelle Fehler und laden den Gegner ein.“ Das 0:4 war bereits die 16. Niederlage dieser Saison. Zu viele, um die Klasse zu halten.

Mit 82 Gegentoren stellt man die „Schießbude“ der Liga. Bisheriger Negativrekord war die 0:11-Klatsche gegen den TuS Hattingen. Was die Mannschaft in der letzten Saison auszeichnete, wird nun schmerzlichst vermisst. „Letzte Saison waren wir eine Tormaschine“, so Kücük. Dass man nun gerade einmal 36 Tore erzielt hat, spricht nicht gerade für die Offensive. Mit Atilla Kartal, Celil Kirdar und Gülsever hat man zwar Qualität im Angriff, die aber nicht genutzt wird. Nun geht es im nächsten Spiel zum Lokalrivalen DJK TuS Ruhrtal. Bei der Partie wird aber ein neuer Trainer an der Seitenlinie stehen. Aykan Özer legte das Amt aus beruflichen Gründen nach der Partie nieder. Nach Kartal, Cengiz Burunc und Özer wird nun Celil Kirdar bereits der vierte Trainer für diese Saison.

„Celil versucht für die letzten Partien, alles aus den Jungs ‘rauszuholen, dass wir die Saison vernünftig abschließen“, erklärte Kücük. Man muss sich nun damit befassen, dass man das rettende Ufer - bei derzeit neun Punkten Rückstand - schwer erreichen kann. Für Kücük gibt es mehrere Gründe, weshalb man bisher so schlecht abschnitt: „Zum einen haben wir über die Saison gesehen zu viele Ausfälle durch berufliche sowie krankheitsbedingte Sachen. Zum anderen trainieren wir teilweise nur mit drei bis vier Leuten. Dass man dann keine vernünftige Spielvorbereitung hat, ist allen klar. Wir haben eine gute Mannschaft, nutzen aber unser Potenzial nicht.“ Derzeit helfen viele Spieler aus der „Zweitvertretung“ und den „Alten Herren“ aus. Dass man dann mit anderen Teams aus der Liga nicht mithalten kann, ist verständlich. Auch was die Planung für die kommende Saison angeht, ist sich Kücük sicher, dass man zweigleisig planen muss. „Wir planen für die Kreisliga A sowie für die Kreisliga B. Wir werden alles versuchen, damit wir es noch schaffen. Die letzten acht Spiele sind alles Endspiele für uns.“ Für die nächste Saison wird aber ein Schnitt gemacht und der Kader stark verjüngt. „Wir werden auf jeden Fall junge, talentierte Spieler verpflichten, die uns nach vorne bringen. Wenn wir wirklich absteigen sollten, dann werden wir wieder aufstehen und versuchen, so schnell es geht wieder aufzusteigen“, so Ahmet Kücük. Ob man dann Spieler wie Kartal oder Gülsever halten kann, scheint äußerst fraglich.