Abstiegsangst hat Derby im Griff

Im Hinspiel setzten sich Serkan Maras (vorne) und der VfB Annen mit 2:0 gegen den TuS Stockum durch
Im Hinspiel setzten sich Serkan Maras (vorne) und der VfB Annen mit 2:0 gegen den TuS Stockum durch
Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Der Verlierer des Duells zwischen dem TuS Stockum und dem VfB Annen muss den Gang in die A-Liga antreten. Beim Remis erwischt es beide.

Witten..  Fast schon aussichtslos ist die Situation sowohl beim TuS Stockum als auch beim VfB Annen im Vorfeld des direkten Aufeinandertreffens an der Pferdebachstraße (Sonntag, 15 Uhr). Nur der Sieger des Derbys darf weiter vom Klassenerhalt träumen.

„Man muss schon Unrealist sein, um zu denken, dass das noch funktioniert“, macht sich Stockums Coach Dirk Reinert allerdings auch im Siegfall kaum noch Hoffnungen auf eine weitere Spielzeit in der Bezirksliga. Acht Punkte Rückstand auf’s rettende Ufer haben beide Lokalrivalen bei noch neun zu vergebenen Zählern. „Da muss man sich keine Illusionen machen, wenn wir es noch schaffen, wäre das ein Wunder“, gibt VfB-Coach Thomas Gerner seinem Trainerkollegen von der Pferdebachstraße recht.

Nichtsdestotrotz stirbt die Hoffnung bekanntlich zuletzt, weshalb die Akteure beider Teams sicherlich hochmotiviert das Naturgrün der Stockumer Bezirkssportanlage betreten werden. „Auch wenn wir uns den Abstieg dann aufgrund zahlreicher Ausfälle und die nicht immer passende Einstellung selbst vermasselt hätten, so werden wir Sonntag noch einmal alles in die Waagschale werfen“, bestätigt Gerner, dem sich in Sachen Aufstellung allerdings noch einige Fragen aufwerfen. Gleich mehrere VfB-Spieler waren zuletzt angeschlagen und drohen für das Derby auszufallen.

Ganz anders stellt sich die Situation bei den Hausherren dar. Dirk Reinerts Stockumer können sich mit „voller Kapelle“ dem eigenen Publikum präsentieren, so dass der Trainer sogar ein wenig rotieren wird. Maik Goralski und Pascal Gronemann werden in der Startelf stehen. „Beide haben gute Trainingsleistungen gezeigt und sich diesen Einsatz verdient“, erklärt der Coach, der zudem wieder auf den aus dem Urlaub zurückgekehrten Admir Tumbul bauen kann. Ohnehin haben sich die Kicker von der Pferdebachstraße einiges vorgenommen, auch aufgrund der 0:2-Hinspielpleite. „Wir wollen erhobenen Hauptes gehen und uns vernünftig aus der Liga verabschieden“, erklärt Reinert.

Das Derby wäre für beide Teams sicherlich der richtige Rahmen, um noch einmal einen Schlusspurt zu starten, wobei es für den ganz großen Wurf wohl schon zu spät ist. Letztlich könnten sogar auf beiden Seiten schon Tränen fließen, denn bei einem Remis wären sowohl die Reinert-Elf als auch der VfB Annen rechnerisch abgestiegen.