Abstieg des TuS Heven steht fest

Ali Abou-Saleh (re.) verwandelte den Strafstoß zum 1:1-Ausgleich für den TuS Heven souverän.
Ali Abou-Saleh (re.) verwandelte den Strafstoß zum 1:1-Ausgleich für den TuS Heven souverän.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Trotz ordentlicher Leistung beim 1:1 gegen Titelkandidat Westfalia Wickede ist der Klassenerhalt rechnerisch nicht mehr möglich.

Dortmund.. BV Westfalia Wickede -
TuS Heven 1:1 (0:0)

TuS: Wirges; Kiral (58. Abou-Saleh), Ayar (66. Yilmaz), Peci, Haarmann, Golm (60. Golm), Günzel, Basalan, Cetinkaya, Kasumi, Krickhahn.

Schiedsrichter: Felix Weller.

Torfolge: 1:0 Scherff (52.), 1:1 Abou-Saleh (82., FE.).

Schon im Vorfeld der Partie bei Aufstiegsaspirant Westfalia Wickede hatte man sich beim TuS Heven mit dem Gang in die Landesliga abgefunden. Seit diesem Spieltag hat man am Haldenweg nun Gewissheit, auch wenn man den hochfavorisierten Dortmundern mit einer achtbaren Leistung ein 1:1 (0:0) abrang.

Einige im Hevener Lager dürften angesichts der desaströsen Leistung am Pfingstmontag beim FC Brünninghausen und der 1:8-Hinspielpleite gegen Wickede ja das Schlimmste befürchtet haben, doch eine erneute Klatsche blieb diesmal aus. Gerade in Sachen Einstellung konnte man der Elf vom scheidenden Coach Mark Heinrich diesmal nun wirklich keinen Vorwurf machen. „Im Gegensatz zur Vorwoche haben wir uns um 100 Prozent gesteigert“, stellte der Übungsleiter erfreut fest.

Dabei sah es zunächst nach einem bitteren Nachmittag im Pappelstadion aus. Denn die ersten Minuten verschliefen die Kicker vom Haldenweg erneut konsequent, so dass sich nach einer Viertelstunde wohl niemand über eine deutliche Führung der Gastgeber hätte beschweren können. Die Hevener durften sich bei ihrem Keeper Kevin Wirges bedanken, der gleich mehrmals seine Klasse unter Beweis stellte und seinen Kasten sauber hielt.

In der Folge fand die Heinrich-Elf besser in die Partie, wobei man sich darauf beschränkte aus einer sehr defensiven 4-2-4-Ordnung heraus das Spiel der Westfalia zu stören. „Wir wollten Beton anrühren und ein richtig ekelhafter Gegner sein“, erklärte Heinrich die Aufstellung ohne nominellen Stürmer. Dieser Matchplan ging bis zur Pause auf. Der Tabellenzweite war zwar spielbestimmend und hatte deutlich mehr Ballbesitz, doch wirklich zwingend wurd’s vor Wirges nach den Anfangsminuten nur noch selten. Auf der anderen Seite versprühte der TuS allerdings auch nur wenig bis keine Torgefahr.

Das änderte sich auch im zweiten Durchgang zunächst nicht. Allerdings schlug die Westfalia diesmal schnell Kapital aus ihrer Überlegenheit. Markus Scherff setzte sich nach einer feinen Hereingabe gegen Max Günzel durch und versenkt das Leder aus 16 Metern zur verdienten Wickeder Führung im Netz. Die Hausherren nahmen nun ein wenig den Fuß vom Gas. „Vielleicht haben sie gedacht, dass der zweite Treffer schon irgendwann fällt“, mutmaßte Heinrich, der mit der Einwechslung des Ex-Wickeders Kadir Yilmaz ein glückliches Händchen bewies. Yilmaz tankte sich über rechts in den Strafraum durch und wurde zu Fall gebracht. Ali Abou-Saleh ließ sich nicht zweimal bitten - 1:1 (82.). Ein nicht unverdientes, aber nutzloses Remis. Denn durch das 2:2 des SV Horst-Emscher beim Kirchhörder SC können die Hevener den Klassenerhalt nicht mehr schaffen.