Absteiger mit Kopfblockade
26.04.2009 | 21:09 Uhr 2009-04-26T21:09:00+0200
HSV Herbede fängt sich gegen Schalke 04 knappe 23:24-Niederlage. "Sind im Moment nicht wettkampftauglich"
HSV Herbede - FC Schalke 04 23:24 (13:13)
HSV: Braun, Düllberg; Isemann (2), Bruchsteiner (2), A. Schulte (6), Beierle, Schiltz (1), Noth (1), Pemöller (4), E. Schulte (5/2), Walter (1), Schultz (1).
Witten. Das Dutzend ist voll: Zum zwölften Mal in Serie blieb der HSV Herbede am Samstag ohne Sieg. Die Mannschaft von Uli Schwartz unterlag gegen den FC Schalke 04 denkbar knapp mit 23:24 (13:13).
„Wir werden unsere Kopfblockade einfach nicht los”, ärgerte sich HSV-Trainer Uli Schwartz über die in seinen Augen unnötige Niederlage. „Von der Psyche her sind wir im Moment nicht wettkampftauglich.” Dabei hätte man meinen können, dass der Druck von den Herbedern abfallen würde, nachdem der Abstieg in die Bezirksliga in der Vorwoche endgültig besiegelt wurde – das Gegenteil sollte jedoch der Fall sein: Die Schwartz-Sieben wirkte über die volle Spielzeit äußerst verkrampft in ihren Aktionen. Da auch bei den „Königsblauen” spürbar die Luft raus war, sahen die wenigen Zuschauer in der Husemannhalle ein Spiel der „unteren Niveauklasse” (O-Ton Schwartz).
Obwohl aufgrund der Bauarbeiten in der Horst-Schwartz-Sporthalle eine vernünftige Vorbereitung nicht möglich war, erwischte der HSV den besseren Start und ging mit 6:4 in Führung (12.).
Die Gäste blieben jedoch auf Tuchfühlung, obwohl sie mit Pawel Cisowski schon früh einen ihrer Führungsspieler verloren – der Ex-Halterner sah nach einem Foul gegen Markus Isemann die Rote Karte (20.). Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit hieß es zur Pause 13:13.
Nach dem Seitenwechsel sah es zwischenzeitlich so aus, als könnten die Gastgeber ihren Komplex endlich überwinden. Doch beim Stand von 18:16 (46.) und 22:20 (52.) versagten den Herbedern einmal mehr die Nerven: Die Gelsenkirchener glichen aus und gingen in der Schlussminute durch den starken Christian Drüppel mit 24:23 in Führung.
Ein letzter Wurfversuch von Pascal Pemöller scheiterte dann am Block der Gästeabwehr.
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