Abou-Saleh schießt Heven II zum Titel

Bei der Hallenkreismeisterschaft für Reservemannschaften setzte sich der TuS Heven II durch.
Bei der Hallenkreismeisterschaft für Reservemannschaften setzte sich der TuS Heven II durch.
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Was wir bereits wissen
Im vorigen Jahr triumphierte der SV Herbede II, jetzt die Reserve des TuS Heven: Bei der Hallenkreismeisterschaft war Witten vorn.

Bochum..  Der TuS Heven II hat bei der Hallenkreismeisterschaft für Reservemannschaften den Titel geholt. Der Wittener A-Ligist setzte sich im Finale gegen den BV Langendreer 07 II locker mit 5:2 durch. Viel spannender ging es zuvor im Halbfinale gegen den Lokalrivalen SV Herbede II zu, als Heven einen 0:2-Rückstand drehte. Für den VfB Annen II indes war bereits nach der Vorrunde Schluss.

„Klasse, dass wir endlich auch mal Herbede geschlagen haben. Da laufen wir ja schon lange hinterher“, freute sich Hevens Trainer David Ebner. Zuletzt hatte sein Team im Halbfinale des Reserve-Cups gegen den SVH verloren und dadurch die Teilnahme an der Hallenstadtmeisterschaft verpasst. Nun nahm Heven erfolgreich Revanche.

Bis zum Halbfinale hatte sich der SV Herbede sehr souverän präsentiert. Vier zumeist klare Siege katapultierten den Titelverteidiger zum Gruppensieg in der Gruppe A. Der TuS Heven indes musste in der Gruppe A bis zum letzten Spiel zittern. Nach zwei Siegen sowie einem Remis gegen Adler Riemke und einer Niederlage gegen Langendreer 07 hatte Heven das Ticket für das Halbfinale erst nach Riemkes Niederlage gegen Langendreer aufgrund des besseren Torverhältnisses sicher. Der VfB Annen schied mit drei Zählern aus, verspielte gegen Riemke und Langendreer jeweils eine 1:0-Führung. „Wir haben uns als C-Ligist gut verkauft. In den ersten beiden Spielen hat uns ein wenig das Glück gefehlt“, befand VfB-Coach Jörg Kramer.

SV Herbede II verspielt2:0-Führung im Halbfinale

Im Halbfinale sah es zunächst so aus, als würden die Hevener erneut am SV Herbede scheitern. Nach der Hälfte der Spielzeit führte der SVH nach Toren von Florian Schwarz und Leonard Putz mit 2:0. André Guca und Ali Abou-Saleh benötigten jedoch nur eine Minute für den Ausgleich. 22 Sekunden vor dem Ende – Heven spielte nach der Zeitstrafe gegen Orhan Cifci in Unterzahl – traf Tolga Ismael zum umjubelten 3:2. Die große Chance zum Ausgleich vergab Christian Köhn, er schoss kurz vor der Schlusssirene aus kurzer Distanz über das Tor.

„Das ist total ärgerlich. Mir ist unerklärlich, warum wir nach der 2:0-Führung so katastrophale Böcke geschossen haben“, sagte Herbedes Trainer Mirko Rast. Sein Team sicherte sich immerhin noch den dritten Platz, schlug Phönix Bochum im Spiel um Platz drei klar mit 4:1. Da durfte sich sogar Keeper Kevin Gensch in letzter Sekunde noch in die Torschützenliste eintragen. Sein Schuss von der Mittellinie rauschte flach ins rechte untere Eck.

Apropos Torschützenliste: Sieben Mal hatte Hevens Abou-Saleh, der in der Rückrunde wohl wieder in der Westfalenliga auflaufen wird, in der Vorrunde bereits getroffen und dabei so manchen Gegenspieler alt aussehen lassen. Gegen die Zweitvertretung des BV Langendreer 07, die bis dahin noch keinen einzigen Zähler abgegeben hatte, drehte der wieselflinke Techniker noch einmal auf und schoss die Bochumer beim 5:2-Erfolg mit vier Toren fast im Alleingang ab. „Das war ein toller Auftritt im Kollektiv von uns“, sagte David Ebner, der aber auch wusste: „Ali sticht mit seinen elf Treffern natürlich heraus.“