2010 kommt zweigleisige erste Liga
16.02.2009 | 22:05 Uhr 2009-02-16T22:05:00+0100„Es gab schon schlechtere Sitzungen.” Bei Detlef Englich, dem Vorsitzenden des KSV Witten 07, überwogen nach der Bundesliga-Tagung in Hessen, die positiven Aspekte.
Die „Deutsche Liga Ringen”, die Interessenvertretung der Bundesligavereine, der auch der KSV angehört, habe in Darmstadt ihre Zwischenziele erreicht. Die von ihr vorgeschlagenen sechs Beisitzer für den Bundesliga-Ausschuss wurden gewählt. „Zwar haben die Beisitzer nur beratende Funktion, doch das ist ein erster Schritt.” Zudem sei die DLR nun durch Dirk Osterhoff bei der Medienvergabe beteiligt.
Nichts Neues gab es bei der Statusfrage der Ringer (Arbeitnehmer oder Selbstständiger). „Da wird man jeden Einzelfall prüfen lassen müssen”, sagt Englich.
Die „Deutsche Liga Ringen” – so Englich – sei bei den Vereinen in Darmstadt auf positive Resonanz gestoßen. „Einige, die bisher nicht dabei waren, sind spontan beigetreten”, erklärt Englich. Auch von einigen Mitgliedern des Präsidium des Deutschen Ringerbundes würden die Ideen der „Deutschen Liga Ringen” als durchaus überlegenswert betrachtet.
In der kommenden Saison, die am 29. August beginnen wird, soll die Bundesliga mit drei Staffeln à acht Vereinen an den Start gehen. In der West-Staffel mit Witten werden es nach dem Abstieg von Walheim und dem Rückzug von Ketsch nur sieben sein. Ab der Saison 2010/2011 wird es eine zweigleisige erste Liga mit je zehn Vereinen geben. „Das ist in der gegenwärtigen Situation eine logische Entscheidung”, sagt Detlef Englich. Die Clubs, die die Endrunde 2009/2010 erreichen, sind für die zweigleisige erste Liga gesetzt.
Zu den Regeländerungen im Greco-Bereich, die der Weltverband Fila international eingeführt hat und die bei der Einzel-DM im März angewandt werden sollen, sagt Detlef Englich: „Der Greco-Stil soll aufgewertet werden. Man muss aber erst die Auslegungsbestimmungen abwarten. Ob die neuen Regeln auch in der Bundesliga angewandt werden, ist noch offen.”
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