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Witten

20.05.2012 | 19:20 Uhr

Witten. Beim TuS Heven III muss die Zielsetzung korrigiert werden. Während die Elf von Frank Röber in der Vorwoche noch vom Titel geträumt hatte, geht’s jetzt allenfalls noch um Platz zwei (Relegation) - und das hat zwei Gründe. Erstens bekamen die Wittener unter der Woche den Sieg über Ruhrtal II aberkannt, da man regelwidrig den Stürmer Valon Banulla eingesetzt hatte. Und zu allem Überfluss unterlag Hevens „Dritte“ dann gestern im Spitzenspiel mit 0:1 (0:0) beim designierten Aufsteiger Werne. So schnell kann’s gehen. Weiter unten in der Tabelle spitzt sich die Lage indes zu. Nach dem 1:2 (0:0) gegen Bommern II dürfte es für TuRa Rüdinghausen nun unmöglich sein, den drohenden Abstieg abzuwenden. Doch der FSV Witten II arbeitete weiter an seiner Rettung, besiegte Ufukspor mit 4:2 (1:0). Auf Schnee (1:1 beim PSV) und Ufukspor fehlen dem Vorletzten nun nur noch zwei Punkte. Klar ist: In den verbleibenden Spielen muss gegen Langendreer und Durchholz gepunktet werden. Die Spiele im Überblick:

Kreisliga B3

TuRa Rüdinghausen : SV Bommern II 1:2 (0:0)
Tore: 0:1 Tim Stracke (63., FE), 1:1 Konrad von Kalckreuth (80.), 1:2 Tim Stracke (88.).

Bommerns Trainer Steve Seißer sah am Samstag wahrlich kein schönes Fußballspiel. „Mit unserer Leistung bin ich überhaupt nicht zufrieden und eigentlich wäre ein Unentschieden das gerechte Ergebnis gewesen“, urteilte der Ex-Keeper. Unterdessen dürfte es das für Schlusslicht TuRa nun gewesen sein. Die Mannschaft von Stefan Lohrmann stemmte sich zwar mit großer Leidenschaft gegen die Niederlage (und den drohenden Abstieg), doch einmal mehr vergab man beste Tormöglichkeiten. So war es Bommerns Tim Stracke, der erst zur Gästeführung traf und nach dem Ausgleich durch Konrad von Kalckreuth auch den späten Siegtreffer auf Lager hatte. „Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen, die Einstellung stimmte“, so Lohrmann. Mittlerweile fehlen vier Punkte auf den Vorletzten, FSV Witten II.

SC Werne 2002 : TuS Heven III 1:0 (0:0)
Tore: 1:0 (90.+1, HE).

Wie bereits viele andere B-Ligisten tat sich Heven schwer, auf dem Ascheplatz in Werne eine gewohnte Leistung abzuliefern. Zudem ging TuS-Coach Frank Röber hart mit dem Schiedsrichter ins Gericht. Zuerst hätte es bei einem Foul an Valerius Kulmann Elfmeter geben müssen (10.). Und in der 60. Minute sei eine „klare Notbremse“ gegen Celil Kirdar nicht mit Rot geahndet worden. Ganz bitter dann das späte 1:0 des Spitzenreiters. Per Handelfmeter machte Werne in der 91. Minute den Sieg und damit wohl auch den Aufstieg perfekt. „Die stehen zurecht da oben und haben den Aufstieg verdient“, sagte Röber. Für Heven III könne nun nur noch Platz zwei das Ziel sein. Doch derzeit beträgt der Abstand auf Steinkuhl zwei Punkte.

BV Langendreer 07 II : SpVgg. Witten 92/304:1 (2:0)
Tore: 1:0 (15.), 2:0 (45.), 3:0 (46.), 3:1 Vladimir Vasic (47.), 4:1 (85.).

„Das war wohl nicht die richtige Witterung für meine Mannschaft - es mussten einige Spieler schwitzen“, stichelte SpVgg-Trainer Alfonso Bosco. In Langendreer seien es unnötige Fehler gewesen, die einen 0:2-Pausenrückstand zur Folge hatten. Und zu allem Überfluss vergab Michael Hoffmann in der 20. Minute einen Elfmeter. Für den zweiten Abschnitt habe man sich dann viel vorgenommen, jedoch wenige Sekunden nach Wiederanpfiff schon das 0:3 hingenommen. Vladimir Vasic verkürzte zwar kurz darauf auf 1:3 (47.), aber trotz einiger Chancen glückte den Wittenern kein zweites Auswärtstor.


Portugiesischer SV : SF Schnee 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 Christopher Camps (35.), 1:1 Pedro Pina (58.).

Beide Übungsleiter sahen einen „müden Kick“, in dem Schnee bis zur Pause dominierte. „Aus irgendeinem Grund haben wir in der zweiten Halbzeit aber das Fußballspielen eingestellt“, kritisierte Stefan Bätz, der Trainer der Sportfreunde. Verdient war daher der Ausgleich der Gastgeber durch Pedro Pina. Und beinahe hätte es auch noch den Heimsieg gegeben, doch Schnee-Torhüter Dominik Bugla parierte einen Strafstoß (70.).


Ufukspor : FSV Witten II 2:4 (0:1)

Tore: 0:1 Tim Passauer (11.), 1:1 Salman Polat (50.), 2:1 Ugur Yoldas (54.), 2:2 Lukas Pölking (65.), 2:3 Dennis Erlemann (71.), 2:4 Dennis Erlemann (90.).

In der ersten Hälfte versäumte es die FSV-Reserve, neben dem 1:0 durch Tim Passauer weitere Treffer zu erzielen. Für die Nachlässigkeit gab’s zehn Minuten nach dem Seitenwechsel dann die Strafe in Form eines Führungswechsels. „Aber wir haben glücklicherweise Moral bewiesen und sind zurückgekommen“, berichtete FSV-Spielertrainer Georg Fehrentz. Trotz personeller Engpässe meisterte der FSV die Wende und darf in der Liga nun wieder auf den Klassenerhalt hoffen.

SF Durchholz : SV Steinkuhl 2:4 (1:0)
Tore: 1:0 Rafael Piotrowski (32.), 1:1 (47.), 1:2 (48.), 1:3 (72.), 1:4 (80.), 2:4 Maik Wohlfahrt (82.).

Mit dem Geschehen in Durchgang eins konnte sich Durchholz’ Lutz Lindner noch anfreunden. Doch dass sich seine Elf ab der 46. Minute dann wie ausgewechselt präsentierte, gefiel dem SFD-Trainer ganz und gar nicht. Prompt gab’s erst den Doppelschlag und etwas später auch die Gegentreffer drei und vier. Daran konnte auch der Anschluss durch den Ersatzkeeper (!) Maik Wohlfahrt nichts mehr ändern. „Es sind die alten Probleme: Die Mannschaft ist undiszipliniert und manche Leute verlieren zeitweise einfach die Lust“, schimpfte Lindner. Tatsächlich gab’s am Sonntag schon den 19. Platzverweis der Saison - diesmal traf es beim Tabellensechsten Stürmer Mario Corbelli.

Kreisliga B4

Hedefspor II : Hammerthaler SV 4:3 (2:1)
Tore: 1:0 (7.), 2:0 (8.), 2:1 Michele Briese (33.), 3:1 (46.), 3:2 André Büttner (60., FE), 4:2 (75.), 4:3 Irfan Karagöz (84.).

Matchball vergeben. Gegen Hedefspor II wollte der HSV eigentlich den Klassenerhalt perfekt machen, doch dafür hätte es einer engagierteren Leistung bedurft, so Trainer André Balzer. Nach einem „Tiefschlaf“ lagen die Wittener früh mit 0:2 zurück, erhöhten nach dem 1:2 durch Michele Briese aber noch einmal den Druck - ein Bestreben, das ohne Erfolg blieb. Wegen leichter, individueller Fehler rappelte es im zweiten Durchgang zwei weitere Male. Und Hammerthal schaffte es trotz eigener Tore durch André Büttner und Irfan Karagöz nicht, den Ausgleich zu erzielen.

Marius Hoff



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