Zweitligist BW Dingden startet beim Meister in Oythe

Wiedersehen eine Etage höher: Kathrin Pasel (hinten) und die Dingdener Damen bestritten ihr letztes Spiel in Liga Drei gegen den TV Eiche Horn Bremen und erwarten den Mitaufsteiger auch im ersten Heimspiel in der Zweiten Bundesliga. Damals waren die Norddeutschen am Mumbecker Bach chancenlos.
Wiedersehen eine Etage höher: Kathrin Pasel (hinten) und die Dingdener Damen bestritten ihr letztes Spiel in Liga Drei gegen den TV Eiche Horn Bremen und erwarten den Mitaufsteiger auch im ersten Heimspiel in der Zweiten Bundesliga. Damals waren die Norddeutschen am Mumbecker Bach chancenlos.
Foto: Funke Foto Services

Hamminkeln..  „Das ist nicht unser Maßstab“, betont Olaf Betting. Wenn die von ihm trainierten Volleyball-Damen des SV BW Dingden am 19. September in die 2. Bundesliga Nord starten, dann hat ihnen der Spielplan eine Reise zu einem Top-Titelkandidaten beschert. Der VfL Oythe war in der vergangenen Saison sogar der Meister, die Niedersachsen verzichteten jedoch auf den finanziell nicht Risiko freien Aufstieg in die Eliteklasse. Ansonsten ist für die Blau-Weißen von Borken über Bremen bis Berlin alles dabei.

„Wer in dieser Saison im Fall der Fälle tatsächlich aufsteigen würde, darüber gibt es nur Gerüchte“, so Betting, der auch davon ausgeht, dass sich Anzahl der Absteiger erst im Laufe der Spielzeit klären wird. „Wie viele Pfeile im Moment nach unten zeigen, interessiert mich nicht. Da gucke ich am letzten Spieltag drauf.“ Nur zur Info: Es sind zwei Pfeile, die Richtung Dritte Liga zeigen.

„In dieser Liga gibt es Mannschaften, die schon richtig gut Volleyball spielen. Wir müssen damit rechnen, auch mal zwei, drei Spiele hintereinander deutlich zu verlieren“, so der BWD-Trainer. „Aber vielleicht unterschätzt uns eine Mannschaft wie Oythe auch. Vielleicht müssen sie sich mit personellen Umstellungen auch erst noch finden, wir sind eingespielt.“ Lediglich Simone Heynck hat die Blau-Weißen bekanntlich in Richtung Ligakonkurrent und Vizemeister TV Gladbeck verlassen, dafür kehrt Simone Winkelmann nach ihrer Babypause zurück.

Dass die Blau-Weiß-Talente wie Andrea Harbring, Eva Schmitz oder Kathrin Pasel derzeit so erfolgreich im Sand „baggern“, gefällt Betting. Er gibt aber auch zu bedenken: „Das Problem ist, dass sie gar keine Pause hatten und regenerieren konnten. Wir werden nach der Deutschen Meisterschaft mal darüber sprechen, ob wir sie nicht mal wenigstens für eine Woche komplett raus nehmen“, so der BWD-Coach. „Das wird nicht einfach, sie davon zu überzeugen.“

Auf den ersten Blick verwunderlich beim Spielplan ist die Tatsache, dass es bei 13 Mannschaften nur 22 Spieltage gibt. Das liegt daran, dass der VCO Schwerin mit einem Sonderspielrecht aufläuft. Der Volleyball-Stützpunkt dort stellt fast die komplette Nachwuchs-Nationalauswahl. „Sie können auch nicht absteigen, aber die Spiele gegen sie zählen ganz normal“, erläutert Olaf Betting. Die Aufeinandertreffen mit Schwerin bescheren den anderen Teams häufig einen Doppelspieltag, der Termin wird im offiziellen Spielplan als „23. Spieltag“ geführt.

Die Blau-Weißen tragen ihre Heimbegegnungen wieder nach Möglichkeit samstags um 20 Uhr aus. Am neunten Spieltag (28. November) kommt es am Mumbecker Bach zum Derby gegen die Skurios Volleys Borken. „Sie waren in der vergangenen Saison mit regelmäßig 800 bis 900 Leuten in der Halle der Zuschauerkrösus der Zweiten Liga Nord“, so Betting. „Wir hoffen natürlich, dass wir die Halle auch noch voller bekommen als in der Dritten Liga – nicht nur gegen Borken.“

Die Dingdener Damen befinden sich bereits seit Wochen wieder im Training, zudem geht es einmal pro Woche zum Krafttraining. Das erste Testspiel bestreitet BWD am 10. August gegen den in die Oberliga abgestiegenen SV Werth.