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Zwei Punkte sind das Ziel

22.02.2012 | 17:39 Uhr
Zwei Punkte sind das Ziel
Stephan Löll (rechts) wird am Wochenende wieder auf die taktischen Analysen von Teamkoordinator Andreas Ruth (Mitte) hören. Rot-Weiß-Spielertrainer Rune Massing ist ebenfalls beim Doppelspieltag in Wittorf und Trittau dabei.

Wesel.Thorsten Hukriedes Rezept ist denkbar einfach. „Wir schauen nur auf uns“, sagt der Doppelspezialist vom Badminton-Zweitligsten BV Wesel Rot-Weiß (6. Platz/8:12 Punkte). In einer Liga, in der sich vier Spieltage vor dem Saisonende mehr als die Hälfte der Mannschaften mit ernsthaften Abstiegssorgen herumschlagen, scheint Hukriedes Weg der richtige zu sein.

Zu viele Konstellationen sind denkbar, zu viele Variablen im Spiel. Deswegen erwartet Rot-Weiß-Teamkoordinator Andreas Ruth auch noch keine Vorentscheidung nach dem wichtigen Doppelspieltag, der die Weseler zum BW Wittorf (8./6:14) und zum TSV Trittau (2./14:6) führt.

Team ist komplett

„Am Samstag ist ein Sieg in Wittorf für uns Pflicht. Sonntags geht’s dann um einen Bonuspunkt, der nicht eingeplant ist“, nennt Ruth die Ziele für das Wochenende. Der Fokus liegt also auf der Partie beim Tabellenschlusslicht, gegen das die Rot-Weißen in der Hinrunde mit 5:3 siegten. „Zu Hause ist Wittorf aber stärker“, warnt Ruth und Hukriede verspricht: „Wir fokussieren alles auf Wittorf.“

Beim Vorhaben, die Niedersachsen auf vier Punkte zu distanzieren, sind alle Weseler dabei. Thorsten Hukriede ist zwar noch erkältet, trainiert aber normal weiter. Ilse Vaessen kommt mit Rückenwind von der Mannschafts-Europameisterschaft in Amsterdam zum Weseler Team. Beim Titelgewinn der deutschen Nationalmannschaft gewann die niederländische Auswahl Bronze. Vaessen kam dabei im Gruppenspiel gegen Ungarn (5:0) und im Halbfinale gegen Deutschland zum Einsatz (1:3). Anders als noch beim letzten Doppelspieltag, an dem Stephan Löll fehlte und Andreas Ruth ein Kurz-Comeback feierte, treten die Rot-Weißen nun in gewohnter Besetzung an. „Wir werden nicht experimentieren“, sagt Hukriede.

So wollen sie auch versuchen, den TSV Trittau einen Tag später zu ärgern. Der Tabellenzweite, der bisher erst einmal verloren hat und auch im November des letzten Jahres beide Punkte aus der Rundsporthalle mitnahm, ist der einzige ernsthafte Verfolger des Spitzenreiters aus Düren. „Das wird ganz, ganz schwer. Trittau hat uns noch nie so wirklich gelegen“, meint Ruth, der zusammen mit Thorsten Hukriede derzeit nach einer neuen Nummer eins für die nächste Saison sucht. „Wir führen Gespräche, aber spruchreif ist noch nichts“, so der Teamkoordinator.

Priorität hat sowieso der Abstiegskampf in der 2. Bundesliga, in den mindestens die letzten fünf Vereine verwickelt sind. „Wir können den Klassenerhalt aber aus eigener Kraft schaffen“, ruft Thorsten Hukriede in Erinnerung. Gut zu wissen in einer Liga, in der einzig und allein die Unsicherheit derzeit sicher scheint.

Niklas Preuten

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