Weseler Torsten Sanders springt am EM-Finale vorbei

Sprang kurz vor der EM mit 2,22 Meter noch eine neue persönliche Bestleistung, musste sich aber in Tallinn mit 2,15 zufrieden geben: Torsten Sanders aus Wesel.
Sprang kurz vor der EM mit 2,22 Meter noch eine neue persönliche Bestleistung, musste sich aber in Tallinn mit 2,15 zufrieden geben: Torsten Sanders aus Wesel.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Der nun für Leverkusen startende Hochspringer Torsten Sanders aus Wesel verpasste mit 2,15 Meter das EM-Finale in Tallinn.

Wesel..  Die Höhenjagd verlief für die deutschen Hochspringer bei den U 23-Europameisterschaften im estnischen Tallinn nicht wie erhofft. Auch der ehemalige Sportler des Weseler TV, Torsten Sanders, blieb bei diesen Meisterschaften unter seinen Möglichkeiten. Sanders, der seit dem Beginn des Jahres für den TSV Bayer 04 Leverkusen springt, verpasste das anvisierte Finale. Dabei lagen die entscheidenden Durchgänge für den Weseler aber durchaus im Bereich der Möglichkeiten.

Um im Finale dabei zu sein, hätten 2,15 Meter im ersten Durchgang gereicht. Doch Torsten Sanders meisterte die Höhe erst im dritten Anlauf. „Das war unnötig. Das Potenzial für 2,18 Meter ist da. Oder ich muss wenigstens 2,15 Meter im ersten Versuch nehmen“, ärgerte sich Sanders. Dabei hatte er seine Fähigkeiten erst kurz vor der Abreise nach Tallinn unter Beweis gestellt: Bei einem Meeting in Brühl stellte Torsten Sanders mit 2,22 Meter eine neue persönliche Bestleistung auf. Diese Höhe hätte in Tallinn zur Bronzemedaille gereicht. Die EM-Norm hatte Torsten Sanders mit 2,21 Meter bereits Ende Mai erfüllt.

Doch in Tallinn musste sich Torsten Sanders nun ebenso wie sein deutscher Teamkollege David Nopper (LAZ Salamander Kornwestheim-Ludwigsburg) in der Endphase des Wettbewerbs mit der Zuschauerrolle begnügen. Für Nopper war sogar nach 2,10 Metern Endstation. Damit überstand aus dem deutschen Hochsprung-Trio allein Tobias Potye (LG München) die Qualifikation. Mit 2,18 Metern sicherte sich der amtierende U 20-Europameister einen Startplatz fürs Finale der zwölf Besten. Die gleiche Höhe brachte ihm letztlich den achten Platz ein. „Ich habe keinen Sprung gut getroffen, zudem war mein Schwungbeineinsatz nicht gut“, ärgerte sich der 20-Jährige.

Den Titel holte sich der Russe Ilya Ivanyuk mit 2,30 Meter vor dem Israeli Dmitriy Kroyter (2,24 Meter) sowie den höhengleichen Chris Kandu (Großbritannien) und Eugenio Meloni (Italien, jeweils 2,21 Meter).