Weseler SV taucht aus den Niederungen der C-Liga wieder auf

Die T-Shirts „Aufstieg 2015“ hatten die Fußballer des Weseler SV nach dem 2:1 gegen den STV Hünxe II schnell parat. Schließlich marschierte das Team nahezu ungefährdet durch die Kreisliga C und wird nach der Durststrecke der letzten zwei Jahre nun immerhin wieder der Kreisliga B angehören.
Die T-Shirts „Aufstieg 2015“ hatten die Fußballer des Weseler SV nach dem 2:1 gegen den STV Hünxe II schnell parat. Schließlich marschierte das Team nahezu ungefährdet durch die Kreisliga C und wird nach der Durststrecke der letzten zwei Jahre nun immerhin wieder der Kreisliga B angehören.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Nach zwei Jahren in der Fußball-Kreisliga C sind die Fußballer des Weseler SV vorzeitig in die Kreisliga B aufgestiegen. Dem Team gelang souverän der Titel.

Wesel..  Die Talsohle ist durchschritten, die Fußballer des Weseler SV verlassen die unterste Klasse. Und dies gerade zur rechten Zeit. „Denn noch ein Jahr in der Kreisliga C, das hätte der Verein wohl nicht durchgestanden“, sagt Trainer Bernd Pagojus. Drei Spielzeiten in den Niederungen der C-Liga hat das einstige fußballerische Aushängeschild Wesels durchleiden müssen. Mit dem 2:1 gegen den STV Hünxe II gehört diese Zeit der Vergangenheit an (die NRZ berichtete). Am kommenden Samstag will der Gesamtverein den Abschluss der Saison feiern. Deshalb wurde auch die Partie gegen den PSV Lackhausen IV auf Samstag (15 Uhr) vorgezogenen. Dabei geht es eben gegen jenen Kontrahenten, der dem Spielverein mit 2:3 die einzige Niederlage in der Meisterschaft beigebracht hat.

Dem gegenüber stehen in 23 Partien allerdings 22 Siege bei einem imponierenden Torverhältnis von 135:16. Im Schnitt 5,8 Treffer pro Spiel erzielten die Weseler also, Torjäger Jonas Rösner brachte es allein auf 43 Tore. Also kein Wunder, dass selbst nach der Niederlage das Ziel nicht wirklich in Gefahr geriet. „Ich hatte während der Saison auch nie Zweifel an unserem Aufstieg“, erzählt Bernd Pagojus. Der 52-Jährige arbeitet im zweiten Jahr im Auestadion. In seiner Premieren-Spielzeit war mit Rang sechs das Unternehmen Aufstieg krachend gescheitert. „Da hatte ich den Mund ein wenig zu voll genommen.“

Dies sollte ihm vor der nun fast abgeschlossenen Spielzeit nicht noch einmal passieren. Bernd Pagojus hielt sich verbal zurück, arbeitete dafür erfolgreich am Aufbau des Teams. Jonas Rösner und Marvelle Frugé aus Bislich sowie Robert Freudenthal von der Reserve des PSV Lackhausen zählten zu den hochkarätigen Neuzugängen des C-Ligisten. „Wir haben den Kader aufgefrischt, das hat sich ausgezahlt“, sagt Pagojus. Mit Jonas Pabel konnte ein heiß umworbenes Talent gehalten werden, im Winter kam noch Marvin Grundmann hinzu. Der hatte zuletzt für den SV Schermbeck mit der A-Jugend in der Landesliga gekickt.

Reicht das auch für die Kreisliga B? „Wir müssen auf jeden Fall nachrüsten, am besten mit erfahrenen Spielern“, erklärt der WSV-Trainer. Seine Fühler habe er schon länger ausgestreckt, aber bis auf Nuri Talay (PSV Lackhausen II) will Bernd Pagojus noch keine Namen nennen. Talay soll die Rolle des spielenden Co-Trainers einnehmen. Ansonsten räumt auch der Coach ein, dass „wir schon jetzt ein bisschen höherklassiges Niveau in der Mannschaft haben“. Und mit der hat Pagojus alles für die neue Spielzeit klar gemacht. „Da habe ich alle Zusagen.“

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Auf ein Okay wartet er dagegen noch im Bereich Sportlicher Leiter, denn diesen Posten füllt Bernd Pagojus beim Spielverein in Personalunion aus. „Wenn ich Ersatz finde, möchte ich dieses Amt abgeben“, erläutert der Coach. Er will sich ganz auf den Trainerjob in der B-Liga konzentrieren. In einer Klasse, die einige Lokalderbys bescheren wird. „Und auf die freuen wir uns jetzt schon immens.“

Dabei wird das Prunkstück Offensive den gehobenen B-Liga-Ansprüchen sicherlich genügen können. Vier bis fünf Neuzugänge, besonders im Defensivbereich, wünscht sich der WSV-Trainer. Schließlich soll die Kreisliga B kein einjähriges Intermezzo in der wechselvollen Geschichte des WSV sein. „Wir wollen möglichst schnell mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, sagt Bernd Pagojus. Doch allein mit dem Thema Abstiegskampf will er sich eigentlich nicht zufrieden geben. „Im oberen Drittel, da möchten wir schon mitmischen.“