Vor dem Dornberg-Spiel wird SVS zum Wattenscheid-Fan

Verlässt nach dieser Saison den SVS: Dominik Milaszewski (l.). Verein und Spieler konnten sich über eine Vertragsverlängerung nicht einigen.
Verlässt nach dieser Saison den SVS: Dominik Milaszewski (l.). Verein und Spieler konnten sich über eine Vertragsverlängerung nicht einigen.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Erst Wattenscheid die Daumen drücken, damit es ein Relegationsspiel zur Oberliga gibt. Danach will Fußball-Westfalenligist SV Schermbeck am Montag durch einen Sieg über Dornberg Rang zwei festigen.

Schermbeck..  Die SG Wattenscheid 09 gehört eher weniger zu den Klubs, denen außerhalb des Bochumer Vororts großartig die Daumen gedrückt wird. Am Samstag sieht dies etwas anders aus, zumindest beim Fußball-Westfalenligisten SV Schermbeck. „Wir sind zumindest für einen Tag Wattenscheid-Fans“, sagt SVS-Trainer Christoph Schlebach. Denn sollte der Regionalligist im letzten Saisonspiel gegen den SC Wiedenbrück ein Remis erreichen, dann wäre der Klassenerhalt perfekt und die Tabellenzweiten der Westfalenligen könnten sich auf ein Relegationsspiel am 18. Juni in Richtung Oberliga Westfalen freuen. Eben diesen zweiten Rang nehmen derzeit die Schermbecker ein, die am Pfingstmontag (15 Uhr) TuS Dornberg am Waldsportplatz erwarten.

Mit dem Drittletzten aus Dornberg stellt sich dabei die schlechteste Rückrunden-Mannschaft vor. Gerade mal vier Zähler bei 4:25 Toren stehen nach elf Spielen auf der Habenseite. „Ganz so einfach wird das gegen eine dicht gestaffelte Abwehr sicherlich nicht“, befürchtet Schlebach. Doch bei den Ambitionen des SVS weiß auch der 47-Jährige, dass am Montag nur drei Punkte zählen. „Schließlich wollen wir den zweiten Platz bis zum 14. Juni verteidigen“, so Schlebach. Mit drei Zählern Rückstand lauert Preußen Münster II auf einen Ausrutscher Schermbecks. Bei den Platzherren sind die zuletzt gelbgesperrten Jannis Scheuch und Marek Klimczok wieder dabei. Raphael Niehoff (Grippe) sowie die aber wieder im Lauftraining befindlichen Max Bönighausen und Mirko Urban fehlen.

Letzterer wird auch in der kommenden Spielzeit nicht mehr das SVS-Trikot tragen. „Urban kann aus beruflichen Gründen den Aufwand auch in der nächsten Saison nicht mehr betreiben, da macht es keinen Sinn“, erläutert Christoph Schlebach. Ergänzungsspieler Dean Peters verlässt ebenfalls den Verein. Gerne gehalten hätte der SVS Dominik Milaszewski und Hakan Osma, die sich aber eine neue Wirkungsstätte suchen wollen. „Mit Milaszewski konnte sich der Verein nicht einigen und Osma will mehr spielen“, erklärt der Trainer die Abgänge der beiden Kicker. Noch offen aus dem aktuellen Kader ist nun nur noch die Zukunft von Lucas Kwiatkowski und Inan Basar. Bleiben beide, sollen drei Neuzugänge her.