Viele Veränderungen bei den Dancing Rebels

Die Dancing Rebels des TC GW Schermbeck gehen in neuer Besetzung, mit neuer Choreographie und einer neuen Trainerin in die anstehende Erstliga-Saison des Jazz- und Modern-Dance.
Die Dancing Rebels des TC GW Schermbeck gehen in neuer Besetzung, mit neuer Choreographie und einer neuen Trainerin in die anstehende Erstliga-Saison des Jazz- und Modern-Dance.
Foto: NRZ

Schermbeck..  Die Ungewissheit im Winter ist den Dancing Rebels nicht fremd. Wird die neue Choreographie den Nerv der Wertungsrichter treffen? Wird die harte Trainingsarbeit mit guten Noten honoriert werden? Die jungen Frauen der Jazz- und Modern-Dance-Formation des TC GW Schermbeck wissen, dass sie auf zuverlässige Antworten ihrer offenen Fragen bis zum ersten Turnier im Frühjahr warten müssen. Doch selten schien derart Vieles unbestimmt. Neue Trainerin, neue Tänzerinnen, neue Regeln - der Bundesligist ist im Umbruch.

Eva-Maria Zimprich hat auch im Jubiläumsjahr keine Angst vor Veränderungen. „Alles ist immer im Fluss. Wir müssen ja stetig neu aufbauen“, sagt die Vorsitzende des 1990 gegründeten Clubs. Dessen Aushängeschild hat in Sebastian Spahn nicht einfach nur seinen Trainer, sondern sein prägendes Gesicht verloren. „Sebastian ist eine Koryphäe“, sagt Miriam Hötting über den Weltklasse-Tänzer, der seinen Lebensmittelpunkt endgültig nach Saarlouis verlegt hat.

Die 29-Jährige beerbt Spahn auf dem Trainerposten der Dancing Rebels und hat „Respekt vor dieser Aufgabe“. Noch in der vergangenen Saison tanzte Hötting selbst in der Bundesliga-Formation und wurde anschließend vom scheidenden Coach als seine Nachfolgerin vorgeschlagen. „Anfangs war es schon komisch, vor den Mädels zu stehen und ein Machtwort zu sprechen“, erzählt die Schermbeckerin über ihren Rollentausch. „Mittlerweile macht mir das aber nichts mehr aus.“

Hötting erhofft sich von den gemeinsamen Jahren auf dem Parkett einen Vorteil: „Ich weiß genau, wie die anderen sind.“ Dabei hat sich auch der Kader der Dancing Rebels deutlich verändert. Nur sechs Tänzerinnen sind aus dem Vorjahr erhalten geblieben, Talente aus der Regionalliga-Formation Avalanche und dem Jugendteam Amianto rückten auf. „Wir mussten erst einmal zusammenfinden. Die Älteren und Jüngeren helfen sich aber untereinander“, lobt Hötting.

Von der Harmonie überzeugten sich bei der Präsentation über 400 Zuschauer in der vollbesetzten Dreifachsporthalle an der Erler Straße. Sie sahen die von Fernando Dominguez entwickelte Choreographie „One Way“ zur Musik von Ezio Bosso. In den temporeichen Vortrag, den der Spanier weder feminin noch maskulin verstanden wissen möchte, sind auch Gruppenhebungen eingebaut. Erstmals sind diese Elemente erlaubt. „Für uns ist das eine ganz neue Erfahrung. Ich denke, wir haben es gut umgesetzt“, meint Hötting.

Genaue Prognosen für die am 7. März in Wuppertal beginnende Saison wagt die Trainerin trotz des Optimismus nicht: „Der Klassenerhalt ist unser Ziel. Mal gucken, was darüber hinaus möglich ist.“

Hötting betreut auch weiterhin den Nachwuchs Amianto, den sie im vergangenen Jahr bis zur Weltmeisterschaft nach Polen führte. Die personell veränderte Formation versucht, zum Musiktitel „Giorni Dispari“ von Ludovico Einaudi in der Jugend-Verbandsliga West an die Erfolge anzuknüpfen.

Einen überzeugenden Premieren-Auftritt feierte auch Avalanche, das mit der neuen Trainerin Julia Tenhagen in der Regionalliga West einen Mittelfeldplatz anstrebt. Dem begeisternden Applaus des Schermbecker Publikums zu urteilen, ist das kein illusorisches Unterfangen. Die Choreographie zu den Klängen von „This place was a shelter“ (Olafur Arnalds) kam an.

Einen Altersklassenwechsel von der Jugend zu den Erwachsenen hat cocoonSWING hinter sich. Die von Carolin Zimprich, Nina Schäfer und Jana Göritz trainierte Formation tritt nun in der Verbandsliga West III an. Weiterhin in der Kinderliga West II startet dagegen Calidez von Carolin und Nina Schulte-Loh sowie Lisa Hatkemper.

Die erfrischenden Vorstellungen der Kindergruppen Kängurus, Moonlights und Sunlights sowie der Jugendgruppen Espressivo, Malladie und Confusion legten Zeugnis von der gelungenen grün-weißen Nachwuchsförderung ab. Bei der stimmungsvollen Präsentation hatten auch drei Paare vom Ballroom Dancing ihren großen Auftritt.

Heimturnier und Jubiläum

Der TC GW Schermbeck richtet am Wochenende 28./29. März wieder ein Heimturnier aus. Am Samstag (ab 17 Uhr) tanzt die Bundesliga-Formation Dancing Rebels, während am Sonntag (ab 14 Uhr) West-Regionalligist Avalanche und cocoonSWING (Verbandsliga West III) auf das Parkett dürfen. Das Jubiläum zum 25-jährigen Bestehen des Clubs wird mit einem großen Ball am 24. Oktober im Saal „Schult“ gefeiert.