VfR Mehrhoog trennt sich von Trainer Thomas Ridder

Steht nun ohne Verein da: Der VfR Mehrhoog trennte sich von Thomas Ridder trotz der im Winter vorgenommenen Vertragsverlängerung. „Es hat einfach nicht mehr gepasst“, sagt VfR-Vorsitzender Berthold Krusen.
Steht nun ohne Verein da: Der VfR Mehrhoog trennte sich von Thomas Ridder trotz der im Winter vorgenommenen Vertragsverlängerung. „Es hat einfach nicht mehr gepasst“, sagt VfR-Vorsitzender Berthold Krusen.
Foto: WAZ FotoPool / Gerd Hermann
Was wir bereits wissen
Frank Terhorst ist der neue Coach des Fußball-B-Ligisten VfR Mehrhoog. Der Klub trennte sich überraschend von Trainer Thomas Ridder.

Hamminkeln..  Thomas Ridder ist nicht mehr Trainer des Fußball-B-Ligisten VfR Mehrhoog. Bereits in der letzten Woche teilte der Klub dem 42-Jährigen mit, dass er trotz einer im Winter vereinbarten Verlängerung um ein weiteres Jahr auf Ridders Dienste ab sofort verzichten will. „Mir wurde gesagt, dass ich mich nicht genug mit dem Verein identifizieren würde. Darauf haben mir die Worte gefehlt“, erzählt Ridder. Sein Nachfolger wird Frank Terhorst, der bisher erst eine Spielzeit als Coach (Reserve des VfR) gearbeitet hat und zuletzt als Standby-Kicker der „Ersten“ angehörte.

Der ehemalig Profi-Fußballer Ridder (u.a. RW Essen, Wattenscheid 09, Eintracht Braunschweig) wundert sich über die Gründe des Rauswurfs, kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen. „Sind Bratwurst und Bier wichtiger als sportlicher Erfolg? Mit zum Schützenfest zu gehen, das brauche ich nun mal nicht“, sagt der Coach. Im Winter hatte er sich von den Verantwortlichen eine „Ausstiegsklausel“ geben lassen, sollte ein Landesliga- oder Bezirksliga-Klub bei ihm anklopfen. Nun habe sich angeblich herumgesprochen, dass „ich einen anderen Verein hätte, aber das stimmt nicht“.

Und in Sachen Identifikation mit dem Verein besitzt Thomas Ridder auch eine andere Ansicht als die Verantwortlichen. „Ich habe mich mit drei Trainingseinheiten in der Woche richtig reingehängt, mehr Identifikation geht nicht.“ Nach einer Negativserie von 13 Spielen ohne Sieg hatte der VfR Mehrhoog übrigens hinter dem Meister Hamminkelner SV II die zweitbeste Rückrunde hingelegt und war auf Rang sechs gelandet.

Als eine Entscheidung zu einem zumindest „blöden Zeitpunkt“ sieht Berthold Krusen die nun vollzogene Trennung an. „Wir hatten aber früher keinen Nachfolger gefunden.“ Für den Vorsitzenden sind dabei Punkte wichtig, die er bei Ridder so nicht vorgefunden habe. „Wir wollten jemanden suchen, der das Umfeld etwas besser kennt, mehr in den Verein reinschaut und auch den Kontakt zur zweiten Mannschaft sowie zur Jugend sucht. Wir haben als Dorfverein andere Ansprüche“, erläutert Krusen.

Related content

Dass er trotz der Vertragsverlängerung im Winter nun den Rauswurf Thomas Ridders vollzogen habe, liege nicht an der Qualität der Trainingsarbeit. „Im Winter sind uns noch nicht die Spieler von der Fahne gegangen“, so Berthold Krusen. Der Wechsel von Tobias Lasthuis zum SV Haldern ist schon länger bekannt, mit Jörn Schweckhorst und Markus Glaser (beide BW Wertherbruch) haben sich zwei weitere Spieler abgemeldet. „Derzeit arbeiten wir an allen Fronten, dass wir zur neue Spielzeit einen vernünftigen Kader zur Verfügung haben“, sagt der Mehrhooger Vorsitzende, der betont, dass er „Thomas Ridder für einen sehr guten Coach hält“.

Er sei jetzt aber sehr froh, dass er mit Frank Terhorst einen neuen Übungsleiter gefunden habe, „der den Verein bestens kennt“. Der 34-Jährige coachte eine Spielzeit die Mehrhooger Reserve und zählte über Jahre zum Kader der ersten Mannschaft. Ihm zur Seite wird weiterhin Bernd Dicks stehen, der auch schon unter dem nun geschassten Thomas Ridder Co-Trainer beim B-Ligisten war.