Vanessa Borgmann lässt beim Sieg Haßmann & Co. hinter sich

Hamminkeln..  Die Atmosphäre – überwältigend! „Ein ganz tolles Publikum“, sagt Vanessa Borgmann. Doch allein diese Punkte waren es nicht, die die Springreiterin des RFV Jagdfalke Brünen so begeistert vom Turnier in Münster zurückkehren ließ. Auch sportlich brachte ihr der Trip einiges ein. Die 22-Jährige entschied den Siegerpreis der so genannten Mittleren Tour für sich. Vor 4000 Zuschauern gewann die Amazone mit Come to win das Zwei-Sterne-Springen der Klasse S mit Stechen. Dabei blieb sie fehlerfrei.

Eine Woche zuvor hatte sich Vanessa Borgmann in Gahlen durch einen Flüchtigkeitsfehler am zweiten Hindernis noch um eine Platzierung beim Großen Preis gebracht. Schon da war das Duo sehr souverän über die anderen Hindernisse gegangen. In Münster strahlten Borgmann und Come to win diese Souveränität nun im gesamten Parcours aus. „Das war richtig klasse, besser hätte es nicht laufen können“, stellt Vanessa Borgmann fest. Auch mit Blick auf die Platzierten: Denn die Brünerin ließ Reiter wie Mario Stevens (2.) oder Toni Haßmann (6.) hinter sich. Stevens schnappte sie mit 0,15 Sekunden Vorsprung den Sieg und die 1400 Euro Prämie weg.

Qualifizierte hatte sich Vanessa Borgmann für diese Finalprüfung am Sonntag durch einen elften Platz bei einer Zeitspringprüfung der Klasse S**, die erst um 22 Uhr am Samstagabend begann. Hier gab es für Borgmann eine Premiere, denn dieser Wettbewerb war mit „Speed-Finish“ ausgeschrieben. Dabei wurde für den schnellsten Springreiter der letzten vier Hindernisse eine Sonderprämie von 1000 Euro ausgelobt. Vanessa Borgmann und Come to win gewannen diese Teilprüfung. Außerdem wurde die Brünerin noch als erfolgreichste Amazone des Turniers ausgezeichnet.

Nach zwei Turnieren innerhalb einer Woche folgt nun eine kleine Pause. Erst vom 5. bis 8. Februar will Borgmann beim internationalen Springturnier in Offenburg wieder an den Start gehen.