Vanessa Borgmann glänzt beim „schönsten Turnier der Welt“

In der durch das Glasdach lichtdurchfluteten Halle belegten Vanessa Borgmann und Come to win zwei dritte Plätze und siegten im Team-Wettbewerb.
In der durch das Glasdach lichtdurchfluteten Halle belegten Vanessa Borgmann und Come to win zwei dritte Plätze und siegten im Team-Wettbewerb.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Rundumversorgung vom Allerfeinsten und eine ungewöhnliche Atmosphäre: Vanessa Borgmann genoss das Turnier in Paris nicht nur wegen ihrer Erfolge.

Hamminkeln..  Vanessa Borgmann war hellauf begeistert. „Das ist das schönste Turnier der Welt“, sagte die Springreiterin des RFV Jagdfalke Brünen. Die 22-Jährige war von Bundestrainer Otto Becker für die U 25-Prüfungen des Saut-Hermès-Turniers in Paris nominiert worden. Unter der Glaskuppel des für die Weltausstellung im Jahr 1900 errichteten Ausstellungsgebäudes Grand Palais nahm Borgmann an drei Wettbewerben teil, wurde zwei Mal Dritte und siegte einmal. „Dort zu reiten, das war einfach nur klasse“, so Vanessa Borgmann.

Doch nicht allein das Ambiente des sportlichen Veranstaltungsortes begeisterte die Amazone, auch die Rundumversorgung war vom Allerfeinsten. Untergebracht waren die Reitsportler in einem Fünf-Sterne-Hotel, Kosten entstanden während des gesamten Aufenthalts nicht. Auch wurden keine Startgelder erhoben, die Teilnehmer waren allein nominiert worden.

Für die U 25-Konkurrenz bestand das deutsche Kontingent aus zwei Springreiterinnen. Neben Vanessa Borgmann berief Bundestrainer Otto Becker noch Angelique Rüsen (Herborn) ins Aufgebot. Dabei war die für Brünen startende Weselerin allerdings die mit Abstand Erfolgreichere. Fehlerfrei landete sie mit dem neunjährigen Wallach Come to win im ersten Springen, das über Höhen bis zu 1,40 Meter ging, auf den dritten Rang. Die zweite Konkurrenz über Hindernisse bis zu 1,45 Meter mit Stechen sah Borgmann und Come to win ebenfalls ohne Abwurf auch auf Rang drei.

Im Team-Wettbewerb setzte Vanessa Borgmann zusammen mit Angelique Rüsen noch einen drauf. Das Duo blieb in den insgesamt vier Umläufen fehlerfrei und siegte souverän vor Norwegen und den Niederlanden. Dies brachte gut 4000 Euro ein. Der Erfolg im Großen Preis, den sich Romain Duguet sicherte, bescherte dem Springreiter aus der Schweiz übrigens ein Preisgeld von stolzen 132 000 Euro.