Vanessa Borgmann gewinnt Großen Preis in Eschweiler

Vanessa Borgmann und Come to win: Das Paar des RFV Jagdfalke Brünen entschied in Eschweiler den Großen Preis für sich. Dabei erlaubte sich die 22-Jährige mit dem Wallach nicht einen Abwurf bei dem internationalen CSI3*-Springen.
Vanessa Borgmann und Come to win: Das Paar des RFV Jagdfalke Brünen entschied in Eschweiler den Großen Preis für sich. Dabei erlaubte sich die 22-Jährige mit dem Wallach nicht einen Abwurf bei dem internationalen CSI3*-Springen.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Vanessa Borgmann und ihr Erfolgspferd Come to win gelang der große Wurf: In Eschweiler siegte das Paar im Großen Preis und damit erstmals in einem CSI3*-Springen.

Hamminkeln..  Vanessa Borgmann strahlt. Die 22-jährige Springreiterin des RFV Jagdfalke Brünen erlebt bisher ein 2015, das sportlich alle vorherigen Jahre in den Schatten stellt. Schon beim Saut-Hermès-Turnier in Paris vor gut einer Woche glänzte die Amazone mit zwei dritten Plätzen und einem Sieg im Teamwettbewerb, bei den Eschweiler Masters setzte sie mit Come to win noch einen drauf. Die Weselerin gewann den Großen Preis, eine internationalen Prüfung der Kategorie CSI3* mit Stechen. „Das war bisher mein größter Erfolg“, sagt Borgmann. Dabei ließ sie beispielsweise eine Reitsportlegende wie den Briten John Whitaker hinter sich, der 59-Jährigen landete auf dem dritten Platz hinter der Schweizerin Chantal Müller.

Bei den Braunschweiger Löwen-Classics war der Start von Vanessa Borgmann in Eschweiler angeregt worden. Kein Geringerer als Bundestrainer Otto Becker empfahl das Turnier in der Nähe Aachens. „Er hat mir gesagt, dass er mich gerne in Eschweiler sehen würde“, erzählt Vanessa Borgmann. Und zwar nicht in den U 25-Prüfungen, sondern in der Großen Tour. Die Jagdfalke-Reiterin folgte dem Ratschlag, nahm das Turnier in ihre Planungen mit auf.

In der ersten Qualifikationsprüfung zum Großen Preis, einem international ausgeschriebenen S**-Springen, blieb sie mit dem neunjährigen Wallach fehlerfrei. Dies bedeutete zwar „nur“ Rang 18, aber die Teilnahme am Höhepunkt des Turniers war damit perfekt. „Da ist er schon vom Feinsten gesprungen, deshalb habe ich ihn dann in der zweiten Qualifikation geschont“, berichtet Vanessa Borgmann. Und dies sollte sich auszahlen.

Noch ein Erfolg im S*-Springen

Bei der Parcours-Besichtigung mit Trainer Holger Hetzel sei sie von den Ausmaßen schon beeindruckt gewesen, so die Weselerin. Bis zu knapp 1,60 Meter schraubten sich die Hindernisse in die Höhe. „Holger Hetzel hat gemeint, dass wir das schon machen. Ich habe mich auch erst gar nicht unter Druck gesetzt“, so Borgmann. Ohne Abwurf absolvierte sie als eine von nur vier Startern den Normalparcours, blieb mit 76,60 auch fast vier Sekunden unter der erlaubten Zeit. Der Platz im Stechen und mindestens Rang vier waren damit perfekt. Im zusätzlichen Umlauf fiel ebenfalls keine Stange und eine halbe Sekunde trennte sie letztlich von der Zweitplatzierten.

Vanessa Borgmanns bisher größter Wurf mit Come to win – und dies ohne jeden Abwurf. Der Wallach erlaubte sich in den acht Runden in Paris und Eschweiler sowieso nicht einen Fehler. „Nun hat er eine Pause verdient“, sagt Borgmann. Derzeit sei „nichts Größeres“ geplant. Spätestens mit der DM in Balve (11. bis 14. Juni) steht aber der nächste Höhepunkt an.