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Leichtathletik

Über Wesel nach London springen

25.05.2012 | 17:22 Uhr
Über Wesel nach London springen
Jenseits der 8,20 Meter will Sebastian Bayer am Montag im Weseler Auestadion landen, um die Norm für Olympia in London zu erfüllen. (Foto: Michael Kappeler)

Wesel. Wesel hat sich in der Leichtathletik-Szene einen guten Ruf erarbeitet – ja sogar einen Namen als Rekordstätte gemacht. Dreispringerin Katja Demut (Jena) unterstrich dies im letzten Jahr, als sie im Auestadion mit 14,57 Meter eine neue deutsche Bestleistung aufstellte.

„So etwas motiviert uns noch zusätzlich“, sagt Manfred Frach, Leichtathletik-Abteilungsleiter des ausrichtenden Weseler TV. Allerdings geht es bei der 18. Auflage des Springermeetings am Pfingstmontag (ab 11 Uhr) weniger um Rekorde, wesentlich wichtigere Ereignisse stehen an. Die Qualifikationsnorm für die Olympischen Spiele in London (27. Juli bis 12. August) gilt es im Auestadion zu knacken. Eine Herausforderung, der sich die gesamte deutsche Elite im Drei- und Weitsprung stellt.

Die Hansestadt lockt die Asse, nicht mit hohen Gagen – bei einem Gesamtetat von 5000 Euro einfach nicht drin –, sondern mit einer „sehr familiären Atmosphäre“ (Frach) und seit dem Abschluss der Umbauarbeiten zwei Sprunganlagen. Eine direkt vor der Tribüne, im vergangenen Jahr benutzt, und die „alte“ hinter einem Tor. Für Katja Demut keine Frage, welche sie bevorzugt. „Sie hat schon mehrfach gefragt, ob denn wieder auf der blauen Anlage vor der Tribüne gesprungen wird. Letztlich hängt dies vor allem vom Wind ab, deshalb werden wir beide Anlagen vorbereiten und uns erst am Montag für eine entscheiden“, erzählt Frach.

Bereits einen Tag vorher soll eine andere Frage beantwortet sein. Denn der Start des Europameisters von 2010, Christian Reif (Ludwigshafen), und sein Duell mit dem Doppel-Europameister Sebastian Bayer (Hamburg) hängt von einer schmerzenden Achillessehne ab. „Selbst wenn er nicht kommen sollte, ist die 18. Auflage des Springermeetings noch immer die beste, die es je gab“, erklärt Manfred Frach. Und mit den Dreisprung-Nachwuchs-Bundestrainern Charles Friedek und Ralf Jaros weiß der 50-Jährige auch noch prominente Zaungäste im Auestadion.

Es ist also alles bereitet für die Jagd nach der Olympia-Norm (Weitsprung, Herren: 8,20 m; Weitsprung Damen: 6,75 m; Dreisprung Damen: 14,30 m). Zumal nach der Vorhersage auch noch das Wetter am Pfingstmontag ideale Bedingungen verspricht. Deshalb erwartet der WTV-Abteilungsleiter schon, dass sich einige in Wesel für Olympia qualifizieren werden. „Drei können die Norm erfüllen, das wäre für uns ein tolles Ergebnis“, so Frach. Katja Demut, Sebastian Bayer und Bianca Kappler (Rehlingen) heißen seine Kandidaten. Sollte seine Prognose eintreffen, erwirbt sich Wesel auch den Ruf als Zwischenstation auf dem Weg zu Olympia.

Ralf Pollmann



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