Trotz Traumstarts ohne Punkte
15.11.2009 | 21:54 Uhr 2009-11-15T21:54:00+0100Wesel. Der VfB Bottrop scheint sich in Wesel wohl zu fühlen. Erst in der Vorwoche siegte der Fußball-Bezirksligist bei GW Flüren, am gestrigen Sonntag waren dann die Weseler Zebras an der Reihe. Und wieder nahmen die Gäste alle drei Zähler mit ins Ruhrgebiet.
Die Hansestädter unterlagen auf dem Ascheplatz des Lippestadions mit 3:4 (2:2) und bleiben damit tief im Tabellenkeller stecken.
Dabei hatten die Gastgeber einen Traumstart erwischt. Dennis Lindemann traf nach gerade einmal zwei Minuten zur Zebras-Führung, nachdem er mit einem Haken seinen Gegenspieler abgeschüttelt hatte. Engin Vural hätte nach einer Viertelstunde dann fast nachgelegt, sein Drehschuss landete jedoch am Pfosten. Ins Netz flog dafür sieben Minuten später wiederum der Kopfball von Dennis Lindemann. 2:0! Die Weseler Zebras schienen obenauf.
Mit weiteren gefährlichen Aktionen tauchten die Blau-Weißen im ersten Durchgang aber nicht mehr vor dem Bottroper Gehäuse auf. Ganz anders der Tabellensechste, der sich zwar einige Chancen erspielte, letztlich aber zwei Standardsituationen für den Ausgleich benötigte. Zunächst fälschte der überraschend reaktivierte Polat Aydin einen Freistoß von Daniel Späth unglücklich ab (29.). Dann verursachte Zebras-Keeper Thomas Olland einen Foulelfmeter, den Marc Wittstamm verwandelte (44.). Vorausgegangen war jedoch ein Foulspiel an Wesels Manuel Viltuznik im Mittelfeld. „Die unwichtigen Situation wurden für uns, die wichtigen aber für Bottrop gepfiffen”, war Zebras-Trainer Heribert Macherey überhaupt nicht einverstanden mit der Leistung des Unparteiischen.
Am Spielfilm der Partie änderte sich nach dem Seitenwechsel wenig. Die Hausherren liefen und kämpften, die Chancen besaß aber der Gast. Späth (58.) und Nassar (61.) nutzten zwei davon zur Vorentscheidung. Manuel Viltuznik machte es mit seinem im Nachschuss verwandelten Foulelfmeter zwar noch einmal spannend (69.), doch wirklich Zwingendes kreierten die Zebras nicht mehr.
„Ich kann meiner Mannschaft trotzdem keinen Vorwurf machen. Wir haben gut dagegen gehalten und sind nach dem 2:4 noch einmal zurückgekommen”, analysierte Macherey. „Leider kommt momentan das Pech dazu. Vom Einsatz her müssen wir gegen den FSV Duisburg in zwei Wochen aber genauso auftreten”, blickte der Coach schon einmal voraus.
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