Trainer Özbek vom „Gelaber“ in den eigenen Reihen genervt

Orkay Güclü (r.) und die Reserve des PSV Lackhausen gastieren am Sonntag beim SC 26 Bocholt.
Orkay Güclü (r.) und die Reserve des PSV Lackhausen gastieren am Sonntag beim SC 26 Bocholt.
Foto: WAZ FotoPool / Gerd Hermann
Was wir bereits wissen
Die Unruhe und die Gerüchte nach der Bekanntgabe des neues Trainers ab dem Sommer nerven Aycin Özbek. Seine PSV-Reserve gastiert am Sonntag in Bocholt.

Wesel..  Am vergangenen Sonntag war die Reserve des PSV Lackhausen (5. Platz/28 Punkte) noch Zuschauer, als die Konkurrenz zumindest größtenteils wieder in die Fußball-Bezirksliga gestartet ist. Nach dem Ausfall der eigenen Partie geht es am Sonntag beim SC 26 Bocholt (12./20) nun auch für die Grünen wieder los.

Von einer echten „Vorbereitung“ möchte Coach Aycin Özbek gar nicht mehr sprechen. Die Anlage am Molkereiweg ist ständig gesperrt. Zudem musste der PSV-Unterbau zuletzt sogar seine Testspiele personell bedingt absagen. Die Grippewelle hat die Postsportler voll erwischt. „Das war wirklich heftig, auch ich habe das noch nicht ganz aus den Knochen“, so Özbek.

Noch genervter ist der Übungsleiter allerdings von der Unruhe im Team, dem am vergangenen Sonntag mit Michael Tyrann der Coach für die kommende Spielzeit präsentiert wurde. „Dieses ganze Gelaber und die Gerüchte, wer jetzt geht oder bleibt, ist zum Kotzen. So kann man nicht arbeiten!“ Özbek nutzt die Gelegenheit, um seine Elf auch auf diesem Wege daran zu erinnern, dass man trotz des aktuell fünften Ranges schnell auch wieder im Abstiegskampf stecken kann. „Unser Ziel ist Platz fünf, dafür wollen wir kämpfen. Aber unter diesen Voraussetzungen müssen wir sehr aufpassen“, so Özbek. „Drei Niederlagen und wir stecken wie so viele andere Mannschaften voll unten drin!“

Dabei würde sich der im Sommer scheidende PSV-Trainer gerne auf das Duell mit dem Sportclub freuen. „Das waren immer geile Spiele, die haben gute Stimmung dort“, so Özbek. Doch auch die Personalsituation drückt die Laune. Tobias Berghaus und Sebastian Weinkath haben Knieprobleme, Daniel Bruzinski war unter der Woche krank. Ein Kandidat aus der „Ersten“, der Spielpraxis benötigt und mitfahren könnte, wäre Christopher Abel.