Trainer Herden läutet beim SV Brünen die Alarmglocken

Bernd Loskamp (am Ball) und die Grün-Weißen aus Lankern wollen zu Hause gegen Biemenhorst Revanche für das 0:1 im Hinspiel nehmen. Die Dingdener, hier mit Felix Kortstegge (l.) und Björn Kräbber, empfangen Anholt.
Bernd Loskamp (am Ball) und die Grün-Weißen aus Lankern wollen zu Hause gegen Biemenhorst Revanche für das 0:1 im Hinspiel nehmen. Die Dingdener, hier mit Felix Kortstegge (l.) und Björn Kräbber, empfangen Anholt.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Nur fünf Kicker beim Dienstag-Training, A-Ligist SV Brünen geht personell auf dem Zahnfleisch. Besser sieht es in Dingden und vor allem in Lankern aus.

Hamminkeln..  Mit zwei Punkten aus vier Partien war BW Dingden (9. Platz/28 Punkte) nach dem Bezirksliga-Abstieg und der nicht ganz freiwilligen personellen Runderneuerung in die Fußball-Kreisliga A gestartet. „Ein klassischer Fehlstart“, wie Trainer Dirk Juch rückblickend sogar urteilt. Gegen dieselben Mannschaften (Lankern, Rhede II, Bienen, Barlo) holten die Blau-Weißen in den Neuauflagen nun insgesamt acht Punkte. Am Sonntag soll auch der Gast SC Westfalia Anholt (13./20) die Entwicklung am Mumbecker Bach demonstriert bekommen.

Der Fehlstart der Anholter war noch weitaus frappierender als der der Dingdener, das 3:3 im Hinspiel ihr einziger Punktgewinn bis zu Spieltag Nummer acht. Der Sportclub fing sich und kämpfte sich sogar ins Mittelfeld vor. Doch zuletzt kassierte die Westfalia erneut vier Pleiten in Serie.

„Die Vorzeichen für uns sind gut, aber Vorzeichen reichen nicht“, stellt Dirk Juch klar. „Unser Lauf ist okay, doch deshalb dürfen wir uns jetzt nicht zurücklehnen. Siege bringen Selbstvertrauen und dieses Selbstvertrauen müssen wir gegen einen Gegner, der davon zurzeit vielleicht nicht ganz so viel hat, gerade zu Hause auch zeigen.“

Sieben Youngster auf dem Zettel

Bei den Dingdenern fallen weiterhin erfahrene Leute wie die Gebrüder Klein-Schmeink oder Kay Joosten aus. „Darüber rede ich erst, wenn es personell wirklich brenzlig wird. Denn die jungen Leute, die im letzten Jahr in der B-Liga oder der A-Jugend gespielt haben, haben das zuletzt gut gemacht“, so Juch, der für die kommende Saison im Sommer drei weitere Youngster aus der A-Jugend und damit bereits deren sieben für den Kader der ersten Mannschaft benennt. Janek Joosten, Maximilian Himmelberg und Lynn Hörnemann stehen ebenfalls auf dem Zettel des sportlichen Leiters, den Juch in Dingden in Personalunion verkörpert.

„Wir haben eine gute A-Jugend, davon wollen wir im Seniorenbereich profitieren“, so der BWD-Coach, der trotzdem externe Neuzugänge ankündigt. „Wir werden bewusst mit einem größeren Kader als in dieser Saison starten und sehen, wer sich dann durchbeißt.“

VfB Rheingold Emmerich (10./27) - SV Brünen (11./24): „Ich bin als Trainer derzeit so machtlos wie noch nie. Das macht natürlich unzufrieden“, sagt Steffen Herden angesichts der Personalmisere beim Aufsteiger. „Ich möchte und habe ja auch nicht alles an den zahlreichen Ausfällen festgemacht. Aber am Dienstag haben wir mit fünf Leuten beim Training den Tiefpunkt erreicht“, so Herden. Alle Leute, die nicht konnten, seien entschuldigt gewesen. „Nur hilft uns das sportlich trotzdem nicht weiter.“

Ein Sextett fällt weiterhin angeschlagen aus, auch hinter den Einsätzen von Ben Hutmacher, Marcel Kirsch und Marvin Moshövel stehen große Fragezeichen.

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„Was mich optimistisch stimmt ist, dass die Leute sonntags auf dem Platz bislang immer alles probiert haben“, so der Brüner Coach, dessen Team zuletzt nur fünf Punkte aus acht Anläufen einfahren konnte. „Wir dürfen uns jetzt nicht verrückt machen lassen, aber das Spiel am Sonntag bei Rheingold ist schon ein extrem wichtiges. Wir sind nicht mehr in einer Position, wo wir Punkte holen wollen, sondern müssen.“

GW Lankern (3./45) - SV Biemenhorst (7./32): Mit drei „Dreiern“ in Serie haben sich die Grün-Weißen wieder bis auf einen Zählern an die Aufstiegsplätze herangekämpft. Die Biemenhorster, die den Lankernern im Hinspiel mit 1:0 die erste Saisonniederlage zugefügt hatten, warten seit fünf Partien auf einen Sieg. Allerdings haben sie am Sonntagabend bereits die Spiele gegen fünf der Top-Sechs-Teams hinter sich.

„Wir wissen nicht nur aus dem Hinspiel, wie schwer für uns jedes Spiel in dieser Klasse ist“, so Trainer Uli Kley-Steverding, dessen Elf sich zuletzt zu einem 1:0 beim Schlusslicht DJK Lowick II mühte, während Konkurrent Lowick I beim Kellerkind TuB Bocholt II völlig unerwartet mit 1:2 patzte. „Dadurch sind wir überraschend wieder ganz nah oben dabei, wobei ich noch einmal sage, dass uns Ähnliches wie Lowick auch hätte passieren können“, so Kley-Steverding. „Wir wollen versuchen, unsere Serie auszubauen und werden sehen, wozu es am Ende reicht.“