Trainer Christoph Schlebach verlängert beim SVS bis 2018

Er gibt bis zum Ende der Saison 2017/18 die Richtung beim SV Schermbeck vor: Trainer Christoph Schlebach verlängerte seinen Vertrag um drei Jahre: Links: Co-Trainer Kenan Osma.
Er gibt bis zum Ende der Saison 2017/18 die Richtung beim SV Schermbeck vor: Trainer Christoph Schlebach verlängerte seinen Vertrag um drei Jahre: Links: Co-Trainer Kenan Osma.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der SV Schermbeck setzt in Sachen Trainer bei den Fußballern auf Kontinuität. Mit Christoph Schlebach verlängerte der Westfalenligist um drei Jahre.

Schermbeck..  Mit Martin Stroetzel verbindet ihn eine enge Freundschaft. Auch durch die vier Jahre bis 2005, die Christoph Schlebach spielender „Co“ unter dem Trainer-Dauerbrenner des SV Schermbeck war. Auf 14,5 Amtsjahre brachte es Stroetzel am Waldsportplatz, diesem Bestwert will Schlebach nicht unbedingt nacheifern. Doch der 47-Jährige, der nach dem kurzen Intermezzo mit Holger Aden seit September 2013 bei den Fußballern das Sagen hat, wartet jetzt mit einer ungewöhnlichen Vertragsverlängerung auf: Einen Kontrakt für gleich drei Jahre bis Juni 2018 hat Christoph Schlebach beim derzeitigen Westfalenliga-Vierten unterzeichnet. „Wenn man sich irgendwo pudelwohl fühlt, dann ist das nur eine logische Folge“, sagt der Coach.

So gingen die Gespräche wegen des zum Saisonende auslaufendes Vertrags auch zügig über die Bühne. Schließlich standen auf der Seite des SVS Partner, mit denen Schlebach auf einer Wellenlänge funkt. „Die Chemie passt, wir haben einen sehr guten Draht“, erzählt der Sportliche Leiter Michael Benninghoff. Dem kann Christoph Schlebach nur beipflichten. „Ich habe einen Top-Kontakt zu Benninghoff und dem Abteilungsleiter Johannes Brilo, der auch nie abgerissen ist, als ich nicht in Schermbeck war.“

Dass er direkt drei zusätzliche Spielzeiten dranhängt, dies ist auch für Christoph Schlebach ungewöhnlich. „Für so einen langen Zeitraum habe ich noch nie verlängert.“ Bei seinem Amtsantritt als Nachfolger von Holger Aden habe er schon geplant, länger am Waldsportplatz tätig zu sein. Sollte die Vertragslaufzeit beiderseitig eingehalten werden, käme Schlebach schon mal auf knapp fünf Jahre. „Das wären dann drei Trainer in 18 Jahren, der Verein setzt eindeutig auf Kontinuität. Was sie damals mit Martin Stroetzel geschafft haben, das ist und bleibt aber einmalig“, so der 47-Jährige.

Schlebachs Trainer-Stationen

Auf Seiten des Vereins spielt neben der Harmonie und der erfolgreichen Tätigkeit Schlebachs noch ein Aspekt eine Rolle. „Ich wollte während meiner Amtszeit keinen Coach mehr suchen müssen“, erläutert Michael Benninghoff. Der Sportliche Leiter hat sich ein Ziel gesetzt: Mit 55 Jahren will er seine Tätigkeit beim SV Schermbeck beenden, im Frühjahr 2018 alle Posten abgeben. Neben seiner Funktion als Sportlicher Leiter kümmert sich Benninghoff als Jugend-Fachwart, gleichzusetzen mit einem Abteilungsleiter, noch um die Belange der Schermbecker Nachwuchskicker.

Benninghoff-Nachfolger in Sicht

Wenn der heute 51-Jährige sein Vorhaben tatsächlich umsetzen sollte, dann hätte er mehr als zwei Jahrzehnte in der Abteilung Mitverantwortung übernommen. „Im Alter von 32 Jahren bin ich als Geschäftsführer in den Vorstand eingestiegen“, erinnert sich Benninghoff an die Anfänge. Einen potenziellen Nachfolger für seine Aufgaben hat er bereits im Auge. „Den Namen will ich noch nicht nennen, aber das ist schon konkreter. Derjenige hat Interesse bekundet“, sagt Benninghoff. Noch stehen die Vertragsgespräche aber auf seine Agenda.

Und die will er nun mit den Spielern sowie auch den Co-Trainern Frank Plewka und Kenan Osma intensivieren. Dabei sieht Christoph Schlebach seine Vertragsverlängerung „auch als ein Zeichen für die Spieler an“. Einige Akteure, wie beispielsweise Tim Dosedal, Nikolai Nehlson, Kevin Ewald oder Evans Ankomah-Kissi besitzen allerdings noch einen bis zum 30. Juni 2016 laufenden Vertrag. Dabei gelten die Vereinbarungen unabhängig von der Spielklasse. Also auch für die Oberliga, die mit vier Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter SC Paderborn 07 II noch in Reichweite liegt. „Da hätte ich schon Lust drauf, ich möchte gerne wieder in die Oberliga“, stellt Trainer Christoph Schlebach klar. „Aber das ist keine Pflicht.“ Erfahrung in dieser Klasse hat er auf jeden Fall reichlich.