Sybille Bömer wird Trainerin der HSG-Damen

Ein Bild aus vergangenen Tagen bei der HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg: Ab Sommer wird Sybille Bömer im rot-weißen Dress der HSG Wesel bei deren Landesliga-Damen an der Linie stehen.
Ein Bild aus vergangenen Tagen bei der HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg: Ab Sommer wird Sybille Bömer im rot-weißen Dress der HSG Wesel bei deren Landesliga-Damen an der Linie stehen.
Foto: Markus Joosten
Was wir bereits wissen
Eine Nachfolgerin für Karsten Jasinski ist gefunden: Sybille Bömer wird ab der kommenden Saison die Landesliga-Handballerinnen der HSG Wesel trainieren.

Wesel..  Die HSG Wesel hat die Trainerfrage bei ihrer ersten Damenmannschaft für die nächste Saison beantwortet. Sybille Bömer steigt wieder ins Handball-Geschäft ein und übernimmt die Rot-Weißen offiziell ab dem 1. Juli.

„Es soll aber ein nahtloser Übergang werden. Deshalb werde ich schon jetzt auch öfter in der Halle sein und habe dem Karsten Jasinski meine Unterstützung angeboten“, erläutert Bömer, die am Dienstag der Mannschaft vorgestellt wurde.

Nicht mehr nötig war dies für HSG-Haupttorschützin Helen Betcke, die Bömer noch aus der gemeinsamen Zeit bei der HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg kennt. Dort formte die mittlerweile 53-Jährige nach dem Verbandsliga-Abstieg 2006 eine junge Landesliga-Mannschaft und coachte die Damen knapp drei Jahre lang.

„Ich habe dort auch die D-, B- und A-Mädchen, die zweite Damen und die männliche A-Jugend trainiert“, erzählt Bömer, die zuletzt gesundheitlich bedingt drei Jahre Pause vom Handball machte. „Jetzt geht es mir besser und ich habe wieder richtig Lust drauf“, so die künftige Übungsleiterin der HSG Wesel, die auch ihre Trainerlizenzen aufgefrischt hat. „Es juckt richtig!“

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es auch in Wesel die Landesliga sein, auf die Bömer ihre Schützlinge dann vorbereiten darf. „Da müsste wirklich schon sehr viel schief laufen, wenn unsere Damen doch noch absteigen sollten“, meint auch Sven Esser, der sich im HSG-Vorstand um die Damen-Angelegenheiten kümmert.

„Wir hatten sehr gute Gespräche und freuen uns richtig auf sie“, erläutert Esser. Bömer sei sehr motiviert und der gesamte Vorstand überzeugt, die richtige Wahl getroffen zu haben. „Auch von der Mannschaft kam eine positive Reaktion“, sagt Esser. Dort löst „die Sybille vom TV Mehrhoog“, wie viele Leute aus der Handball-Szene Bömer besser kennen, nach vier Jahren Karsten Jasinski ab, der privat bedingt zumindest in Sachen Trainertätigkeiten demnächst kürzer treten, dafür vielleicht aber selber wieder spielen möchte.

„Der Karsten hat das über vier Jahre sehr gut gemacht. Mit unseren internen Lösungen fahren wir eigentlich in allen Mannschaften gut“, so Esser, selbst Coach der Verbandsliga-Herren. Für eine Mannschaft und den gesamten Verein sei es aber auch mal gut, wenn jemand von extern dazustoße und auch andere Ansichten habe und Inhalte vermittele. „Wie gesagt: wir freuen uns auf sie“, so Esser.

In der Meisterschaft freut sich die HSG Wesel (6. Platz/13:15 Punkte) am Sonntag (18 Uhr/Halle Nord) auf die DJK Adler Bottrop (8./12:16). „Wir haben beim 22:22 im Hinspiel durch eine Unaufmerksamkeit drei Sekunden vor Schluss einen Punkt verschenkt“, erinnert sich Jasinski. „Wir müssen vor allem deren Linkshänderin auf Halbrechts und die Regisseurin in der Mitte in den Griff bekommen. Sie ziehen die Fäden, werfen aber auch schon mal aus zehn Metern.“