SVS verliert immer mehr Mitglieder

Schermbeck..  Die Mitglieder-Zahlen sind rückläufig, kritische Stimmen wegen der Gemeinnützigkeit gab es ebenfalls – doch bei den Wahlen zeigten sich die 20 zur Generalversammlung des SV Schermbeck erschienenen Mitglieder wieder einig. Bei der wegen Terminproblemen erst am Donnerstagabend stattgefundenen Tagung, die eigentlich schon im Herbst 2014 hätte über die Bühne gehen sollen, wurde der Vorstand im Amt bestätigt.

So führt Johannes Brilo, bereits seit 2006 Vorsitzender, weiterhin den Verein. Ebenfalls wiedergewählt wurden Rainer Schmidt (2. Vorsitzender), Martin Schliewe (Geschäftsführer), Karl-Dieter Warich (Kassierer) und Klemens Nappenfeld (Sozialwart). Damit steht der unveränderte Vorstand für weitere zwei Jahre in der Verantwortung.

Und dies auch in Sachen Gemeinnützigkeit. „Da gab es natürlich schon kritische Bemerkungen, dass so etwas nicht passieren dürfe“, sagte Johannes Brilo. Vor allen Dingen sei auch die Informationspolitik des Vorstandes kritisiert worden. Derzeit verfügt der Klub über einen Freistellungsbescheid, ist also gemeinnützig. Mit der Abgabeaufforderung für die nächste Steuererklärung werde dieser jedoch wieder hinfällig, so Brilo. „Ich rechne im März oder April damit. Dann werden wir wohl zwei bis drei Monate wieder nicht gemeinnützig sein“, so der 52-Jährige. Die Steuererklärung sei zwar in Arbeit, aber für eine Gemeinnützigkeit ohne Unterbrechung wohl nicht rechtzeitig fertig. Dieser Umstand soll künftig vermieden werden.

Außerdem weist der einst rund 2100 Mitglieder starke Verein derzeit nur noch rund 1400 Sportler auf. Durch den Wechsel der Schwimm-Abteilung zum neu gegründeten WSV Schermbeck habe der Verein 2011 auf einen Schlag etwa 450 Mitglieder verloren, so Brilo. „Aber die Zahlen sind weiterhin stark sinkend.“ Besonders die Fußballer mit einem Minus von rund 130 Mitgliedern und die Leichtathleten mit 50 Sportlern weniger wurden zuletzt stark dezimiert. Allerdings sind die Zahlen nun auch bereinigt, „Karteileichen“ herausgerechnet. Erfreut registrierte Johannes Brilo allerdings, dass „die Handballer und Fußballer im Jugendbereich sehr gut aufgestellt sind“.