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SVS hofft auf drei Punkte gegen den Fehlstart

23.08.2012 | 19:38 Uhr
SVS hofft auf drei Punkte gegen den Fehlstart
Auf der Suche nach dem Ball und dem ersten Erfolgserlebnis in der Oberliga: Julian Stöhr (am Boden) erwartet mit dem SV Schermbeck am Freitag (19.30 Uhr) den 1. FC Gievenbeck.Foto: Gerhard Schypulla

Schermbeck. Der SV Schermbeck befindet sich in der Erprobungsphase. Da ist zum einen die Oberliga-Elf, die sich auch wegen diverser Verletzungen noch längst nicht gefunden hat. Das 0:3 zum Saisonauftakt bei der Spvgg. Erkenschwick sprach Bände.

Zum anderen will der Vorstand mal etwas ausprobieren: Wie viele Zuschauer ein Fußballspiel der Oberliga Westfalen an einem Freitagabend zum Waldsportplatz lockt? An diesem Freitag wird getestet, ab 19.30 Uhr ist mit einer Antwort auf die Frage zu rechnen. Mit dem 1. FC Gievenbeck gibt aber ein wenig bekannter Kontrahent seine Visitenkarte ab. Mal ganz abgesehen davon, dass im frei empfangbaren Fernsehen teilweise zeitgleich der Bundesliga-Start zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen live übertragen wird.

„So besonders gelegen kommt mir dieser Termin auch nicht“, räumt SVS-Trainer Martin Stroetzel ein. Ihn stört weniger der Bundesliga-Kick, sondern mehr, dass „die Jungs praktisch direkt von der Arbeit kommen. Aber als Heimspiel ist dies nicht ganz so extrem“, fügt er hinzu. Auch die Partie gegen Westfalia Herne, die bereits eine Woche später ansteht, sollte freitags ausgetragen werden. Herne stimmte einer Verlegung jedoch nicht zu, so dass es bei Sonntag (2. September) bleibt.

Doch ob Freitag oder Sonntag, „wir werden auf drei Punkte gehen, das Spiel in die Hand nehmen und Druck ausüben“, kündigt Martin Stroetzel an. Schließlich seien diese drei Zähler enorm wichtig, um „nicht einen totalen Fehlstart hinzulegen“. Allerdings wird der Coach das Unterfangen „erster Saisonsieg“ weiterhin ohne gelernter Stürmer angehen müssen. Nassirou Ouro-Akpo hat sich aufgrund seiner Muskelbeschwerden vom Vereinsarzt des FC Schalke 04 durchchecken lassen, bisher aber noch ohne konkreten Befund. Am Samstag soll ein MRT vorgenommen werden. „Er wird also sicherlich nicht in Kürze spielen können“, befürchtet Stroetzel. Bulut Aksoy fällt gesperrt aus.

Eine Alternative wäre Yves Ntungi-Lupitu, aber der ehemalige Angreifer befindet sich nach seinem Innenbandriss gerade im Aufbautraining. „Das wird wohl nur für ein paar Minuten reichen“, vermutet der Trainer. Also soll das Erfolgserlebnis über ein offensiveres Mittelfeld und über Standards gesucht werden.

Zu den Langzeitverletzten Pascal Kurz, Akpo, Hamudi Baydoun und Alexander Frost gesellt sich nun auch noch Mithat Aripek mit Verdacht auf Adduktorenanriss. Immerhin ist Lukas Drescher nach muskulären Problemen wieder ins Training eingestiegen.

Ralf Pollmann

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