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Handball-Verbandsliga

SVS-Formkurve zeigt wieder nach oben

10.02.2012 | 17:44 Uhr
SVS-Formkurve zeigt wieder nach oben

Schermbeck.Kühl ist es immer noch in der Halle an der Erler Straße, scheinbar aber auch im Lager der Fans. Nach einem Start mit 8:2 Punkten in die Handball-Verbandsliga wurden im Umfeld des SV Schermbeck (9. Platz/14:16 Punkte) wohl Erwartungen geweckt, die der SVS zumindest momentan nicht erfüllen kann.

Noch ohne Sieg in diesem Jahr, allerdings mit zwei wichtigen Remis in fremder Halle, empfangen die Rot-Weißen am Samstag (18 Uhr) den Hülser SV (11./13:17). Auch wenn diese Punktezahlen in den vergangenen beiden Spielzeiten am Ende zum Ligaverbleib gereicht hätten, in dieser ausgeglichenen Saison bedeutet dieses Treffen am 16. von 26 Spieltagen Kampf um den Klassenerhalt.

„Es wird viel geredet und geschrieben. Natürlich hätten wir das Spiel in Moers gerne gewonnen“, so SVS-Trainer Michael Nölscher, der ja mit seinem Team derzeit auch nur drei Zähler vom angestrebten Platz fünf entfernt ist. „Aber was für mich auch zählt ist, dass die Leistungskurve der Mannschaft in den letzten beiden Spielen deutlich nach oben gezeigt hat. Leider wurden wir dafür nicht mit einem Sieg belohnt. Auch deshalb sollten wir jetzt das Spiel gegen Hüls gewinnen.“

Ein Erfolg gegen die Krefelder dürfte allerdings noch schwieriger werden als in den letzten Partien. Der HSV war mit 2:8 Punkten, unter anderem durch eine 27:29-Heimniederlage gegen den SV Schermbeck, schwach gestartet. Zuletzt aber feierten die Hülser beim eigentlich souveränen Spitzenreiter in Lank (23:21) und gegen Oppum (31:27) zwei Siege.

„Die kommen sicherlich mit mehr Rückenwind zu uns als wir ihn im Moment haben. Aber die Mannschaft hat zuletzt bewiesen, dass sie Charakter besitzt. Deshalb dürfen und werden wir uns auch nicht verstecken“, so Nölscher. „Hüls hat eine robuste Abwehr, die nur ganz wenig freie Chancen zulässt. Die müssen wir konzentrierter nutzen, als das zuletzt der Fall war.“

Einige Sorgen bereitet dem Coach die Personalsituation. Heiko Kreilkamp wird mit einer Sprunggelenksverletzung vier bis sechs Wochen ausfallen. Daniel Robert ist einmal mehr beruflich verhindert. „Das ist ärgerlich, aber das wussten wir ja vorher“, so der Coach. Die Einsätze von Fabian Klein (Erkältung) und Noel Hinz (geschwollenes Knie) sind fraglich.

Ob er deshalb selbst wieder das Trikot überstreifen müsse, beantwortet Michael Nölscher wie folgt: „Darüber habe ich mir ehrlich gesagt noch keine Gedanken gemacht. Ich weiß nämlich nicht, ob ich der Mannschaft wirklich helfen kann. Ich habe aus Personalnot einmal mitgespielt, aber das kann nicht die Lösung sein.“

Andreas Nohlen

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