SVS-Endspiel um Oberliga-Aufstieg in Recklinghausen

Weites Rund: Das Stadion Hohenhorst in Recklinghausen ist der Ort des Endspiels um den Oberliga-Aufstieg.
Weites Rund: Das Stadion Hohenhorst in Recklinghausen ist der Ort des Endspiels um den Oberliga-Aufstieg.
Foto: www.blossey.eu

Schermbeck..  Die Hoffnungen von Christoph Schlebach haben sich nicht erfüllt – zumindest nicht in Sachen Austragungsort für das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Fußball-Oberliga Westfalen. Im Stadion Hohenhorst in Recklinghausen kämpfen der von ihm trainierte SV Schermbeck und Westfalia Wickede am kommenden Sonntag (15 Uhr) um den Schritt durch die „Hintertüre“.

„Ich hätte mir schon Hassel gewünscht, nicht nur wegen meiner persönlichen Kontakte dorthin auf Grund meiner langjährigen Zeit als Spieler und Trainer dort“, so Schlebach. „Das Stadion ist familiärer und trotzdem passen viele Zuschauer rein. Aber wir nehmen es, wie es kommt.“

Mitkommen sollen natürlich auch nach Recklinghausen viele Zuschauer, aber eng werden dürfte es dort kaum. Das Stadion Hohenhorst ist ein kombiniertes Fußball- und Leichtathletikstadion mit acht umlaufenden Kunststoffbahnen sowie einer Hindernis-Laufbahn mit Wassergraben. Ursprünglich bot die 1977 erbaute Sportstätte 30 000 Zuschauern Platz. Heute beherbergt die Tribüne 3400 Besucher, für weitere 5500 Zuschauer sind die umlaufenden Betonstufen zugelassen.

„Ein schönes Stadion. Ich habe gute Erinnerungen an Spiele dort“, sagt Michael Benninghoff, Sportlicher Leiter der SVS-Fußballer. Gekickt haben die Rot-Weißen dort, als auch der im Stadion Hohenhorst beheimatete FC Recklinghausen noch auf Landes- und Verbandsebene unterwegs war. Heute spielen die eigentlichen Platzherren in der A-Liga.

Benninghoff selbst wird dem Duell der beiden Vize-Meister der Westfalen-Ligen urlaubsbedingt nicht beiwohnen. „Das ist auch besser für mein Herz.“

Sich bereits im Urlaub, beziehungsweise auf der Mannschaftsfahrt kennenlernen können die Kontrahenten in dieser Woche. Beim SV Schermbeck sind es sechs Spieler plus Trainer und Betreuer, bei Westfalia Wickede ein größerer Teil der Mannschaft, die in dieser Woche auf Mallorca weilen. „Da mache ich mir aber weniger Sorgen. Das ist nicht mehr so wie bei uns früher“, so Benninghoff. „Wenn man denen heute nach dem Training eine Kiste Bier hinstellt, steht die da in drei Wochen noch.“

Auch Schlebach ist überzeugt, dass man von der Fahrt am Sonntag auf beiden Seiten nichts sehen wird. „Es wird im Rahmen bleiben. Sie sind alle alt genug um zu wissen, was das für eine Chance ist.“

Aus Vorstandssicht sei die Oberliga für den SV Schermbeck übrigens gar nicht so attraktiv. „Ob diese Verbandsliga oder die Oberliga – da tut sich nicht viel. Gerade jetzt, wo Herne auch noch abgestiegen ist, gäbe es auch dort für uns kaum Derbys und dementsprechend kaum mehr Zuschauer“, so Benninghoff. „Trotzdem sollen die Jungs natürlich ihre Möglichkeit nutzen.“

Schlebach ergänzt: „Wir haben nun mal kaum Chancen, in die Staffel II der Westfalenliga zu wechseln. Aber die Oberliga ist alleine von den Fahrwegen, aber auch von den Gegnern her doch schon attraktiver als unsere jetzige Gruppe“, so der SVS-Coach: „Davon ab wären wir schön blöd, wenn wir jetzt nicht alles dafür tun würden, diese tolle Saison mit dem Aufstieg zu krönen.“

Der SV Schermbeck wird neben dem Mannschaftsbus für das Endspiel am Sonntag mindestens einen weiteren Fan-Bus für die Fahrt zum gut 40 Kilometer entfernten Stadion Hohenhorst nach Recklinghausen einsetzen. Interessierte Anhänger wenden sich an Organisator Stefan Zens unter 0177/2225064.