SV Schermbeck will den zweiten Matchball nutzen

Kapitän Tuncay Turgut mit dem SV Schermbeck oder doch Preußen Münster II? Am Sonntag benötigt der SVS einen Zähler gegen Coesfeld, um das Aufstiegsendspiel zur Oberliga gegen Westfalia Wickede zu erreichen.
Kapitän Tuncay Turgut mit dem SV Schermbeck oder doch Preußen Münster II? Am Sonntag benötigt der SVS einen Zähler gegen Coesfeld, um das Aufstiegsendspiel zur Oberliga gegen Westfalia Wickede zu erreichen.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Noch ein Punkt am Sonntag gegen den Absteiger DJK Eintracht Coesfeld, dann hat Fußball-Westfalenligist SV Schermbeck auf Aufstiegsfinale zur Oberliga gegen Westfalia Wickede erreicht.

Schermbeck..  Den ersten Matchball hat Fußball-Westfalenligist SV Schermbeck in Hiltrup (1:4) ungenutzt gelassen. Den zweiten will der Tabellenzweite unbedingt verwandeln. Im letzten „normalen“ Meisterschaftsspiel geht es am Sonntag (15 Uhr) auf eigener Anlage gegen den Absteiger DJK Eintracht Coesfeld. Dabei reicht ein Punkt, um in die Relegationspartie Richtung Oberliga Westfalen gegen Westfalia Wickede einzuziehen. „Wir spielen eine überragende Saison, das muss man klar sagen. Und dem Ganzen können wir jetzt die Krone aufsetzen“, stellt SVS-Trainer Christoph Schlebach klar. Der Kontrahent um Rang zwei, Preußen Münster II, tritt übrigens beim VfB Fichte Bielefeld an.

Dass es gegen Coesfeld und den ehemaligen Schermbecker Co-Trainer Erdal Dasdan doch noch um etwas geht, dies hat die Kicker des Gastgeber schon ein wenig geärgert. Viel lieber hätten sie bereits in Hiltrup den Deckel drauf gemacht. „Dort waren wir nicht schlecht, haben aber auch nicht unseren besten Tag erwischt“, räumt Schlebach ein. Bei den Trainingseinheiten habe er festgestellt, dass „Konzentration und Vorfreude allein auf das Coesfeld-Spiel“ gerichtet sind. Mit dem möglichen Aufstiegsendspiel beschäftige sich noch niemand. Allerdings wird schon ein Spion aus Schermbeck am Sonntag nach Dortmund reisen, um das letzte Meisterschaftsspiel der Westfalia gegen den FC Brünninghausen zu beobachten.

Ansonsten sind die Schermbecker auf Coesfeld fokussiert. Dabei steht dem Trainer bis auf Inan Basar (Probleme im Sprunggelenk) der komplette Kader zur Verfügung. Die Personalie Basar ist übrigens mittlerweile auch geklärt. Er wird den Verein wie auch Lucas Kwiatkowski mit bisher unbekanntem Ziel verlassen. Basar hatte sich mehr Einsatzzeiten erhofft, Kwiatkowski wird aus beruflichen Gründen in der kommenden Spielzeit kürzer treten müssen. So kamen beide Seiten überein, dass man besser getrennte Wege gehen sollte. Abgesehen von dem Duo werden auch Mirko Urban, Dominik Milaszewski, Hakan Osma, Dean Peters und Co-Trainer Kenan Osma vor dem Anpfiff verabschiedet.

Mannschaftsfahrt bis Freitag

„Aber das letzte Spiel soll es ja noch nicht sein“, sagt Christoph Schlebach mit Blick auf die Relegation am 21. Juni. Die wirkt sich möglicherweise doch schon auf die Aufstellung aus. Denn bei Kwiatkowski stehen vier Gelbe Karten auf dem Koto, Nummer fünf würde eine Sperre bedeuten. Deshalb könnte er auch pausieren.

Wieder in die Startelf rutscht Torjäger Tim Dosedal (16 Treffer) nach seiner Gelb-Rot-Sperre. Er wird zusammen mit Nikolai Nehlson (13 Tore) die bei den Kontrahenten gefürchtete Doppelspitze bilden. „Aber ein Selbstläufer wird die Begegnung sicherlich nicht“, warnt Christoph Schlebach vor dem Absteiger aus Coesfeld.