SV Schermbeck unterliegt Klosterhardt 1:2

Sechs Tore in acht Auftritten: Aber Cemal Aydin verlässt GW Flüren Richtung Anadolu Spor Wesel.
Sechs Tore in acht Auftritten: Aber Cemal Aydin verlässt GW Flüren Richtung Anadolu Spor Wesel.
Foto: WAZ FotoPool

Am Niederrhein..  Nicht nur wegen des Resultates nicht zufrieden war Christoph Schlebach, Trainer des Fußball-Westfalenligisten SV Schermbeck, nach der 1:2 (1:1)-Heimnierlage im Testspiel gegen den ambitionierten Landesligisten Arminia Klosterhardt. „Die erste Hälfte war in Ordnung, da waren wir noch spielbestimmend“, so Schlebach. „Aber in der zweiten Hälfte ist uns gegen einen richtig guten Gegner nicht mehr viel eingefallen. Allerdings fehlten uns auch einige Leute, einige Leistungsträger waren etwas müde, andere müssen erst noch weitere Spielpraxis sammeln.“

Mirko Urban musste mit einer Magen-Darm-Grippe passen, Inan Basar und Tuncay Turgut laborieren an Knieproblemen, Jannis Scheuch an seiner Sprunggelenksverletzung. Mit Dean Peters und dem eingewechselten David Latina schnupperten erneut zwei A-Jugend-Youngster bei den Senioren hinein.

Zu den Spielern, die wieder Spielpraxis benötigen, gehört neben Max Bönighausen auch Tim Dosedal. Der Angreifer hat seine Wadenprobleme im Griff hat, hielt 90 Minuten durch und markierte kurz vor der Pause per Freistoß den Ausgleich. Nach einem Fehler im Spielaufbau waren die Platzherren ins Hintertreffen geraten (25.).

Nach einer Ecke verpasste Lukas Kwiatkowski per Kopfball die mögliche Führung nur knapp, er traf den Pfosten (59.). Nach ihrem Führungstreffer (70.) hatten allerdings auch die Klosterhardter, als Tabellenvierter in der Gruppe des PSV Lackhausen noch mit Chancen auf den Oberliga-Aufstieg, noch einen Aluminiumtreffer.

Nächster Termin im vollgepackten Testspiel-Terminkalender des SVS ist der kommende Sonntag, wenn es mit dem TSV Marl-Hüls zum Spitzenreiter der Verbandsliga-Parallelgruppe geht. Die Meisterschaft mit dem Heimspiel gegen den Delbrücker SC beginnt für die Schermbecker erst wieder am 15. März.

Voll des Lobes trotz der 0:3 (0:0)-Niederlage zu Hause gegen die DJK TuS Stenern war Nikolay Glouhtchev, Trainer des SV Ringenberg. „Uns fehlten viele Leute, aber wir wollten das Spiel nicht absagen. Es haben vier Spieler aus der zweiten Mannschaft geholfen, die ihre Sache super gemacht haben – und wahrscheinlich am nächsten Morgen sehr schwere Beine“, so Glouhtchev, der auch selbst wieder mitwirkte. „Wir sind unheimlich viel gelaufen, haben früh gestört. Ganz am Ende fehlte dann die Kraft.“

Dabei hatte Joshua Haße sogar zwei Möglichkeiten, die Platzherren in Führung zu bringen. Am Ende musste sich der nominell Tabellenzweite der Kreisliga B (Gr. 2) gegen den Spitzenreiter der Parallelgruppe besonders wegen dessen Doppelpacks kurz vor dem Abpfiff (87./88.) so deutlich geschlagen geben.

Nicht zufrieden, weder mit der Vorbereitung, noch der Generalprobe vor dem vermeintlichen Start am Sonntag im Nachholspiel zu Hause gegen die Reserve des SV Spellen, ist Marco Scholten. Der Coach des um den Klassenerhalt kämpfenden B-Ligisten und sein Team kamen beim C-Ligisten SV Bislich II nicht über ein 1:1 (1:1)-Remis hinaus. Per Foulelfmeter hatte Christian Bollmann die Platzherren in Führung gebracht (24.), Fabian Kanning (38.) traf zum 1:1-Endstand für Flüren.

„Durch die drei ausgefallenen Testspiele, aber auch die vielen Ausfälle bei uns sind wir bei weitem nicht so weit, wie ich gerne wäre“, so Scholten, der zudem in der Rückrunde auf Cemal Aydin verzichten muss. Der Angreifer wechselt zum Ligakonkurrenten Anadolu Spor Wesel, obwohl er dort lange nur Zuschauer sein wird. „Die Fristen waren bei seiner Entscheidung, zu uns zu kommen, schon verstrichen. Er kann nur in den letzten drei Spielen für uns auflaufen“, bestätigt Anadolu-Coach Ismail Samhal. „Uns geht durch seinen Weggang vorne noch mehr Durchschlagskraft verloren. Und wie gering die derzeit ist, haben wir in Bislich wieder gesehen“, bedauert Marco Scholten.