SV Schermbeck mischt die Karten neu
17.02.2012 | 16:06 Uhr 2012-02-17T16:06:00+0100
Schermbeck.Revanche für die 0:5-Vorführung im Hinspiel fordern Trainer Martin Stroetzel und der Fußball-NRW-Ligist SV Schermbeck (14. Platz/19 Punkte) am Samstag im Heimspiel gegen die Reserve des MSV Duisburg (6./27). Der Anpfiff um 15 Uhr ertönt sehr wahrscheinlich sogar auf dem Rasenplatz, der sich in einem guten Zustand befindet. Nur als letzter Ausweg würde eine Etage höher auf den Kunstrasen ausgewichen.
Die Frage, ob die aktuelle SVS-Mannschaft nach den Verpflichtungen im Winter die beste sei, die er bei den Rot-Weißen jemals trainiert habe, beantwortet Martin Stroetzel nicht: „So weit lehne ich mich nicht aus dem Fenster, zumal die Mannschaft das ja auch erst in der Liga beweisen müsste“, so der Coach. „Tatsache ist aber, dass wir nun eine enorme Qualität haben, die im Training deutlich zu sehen ist und die zu einem größeren Konkurrenzkampf führt, der auch für mehr Erfolg sorgen wird.“
Das Neuzugangsquartett dürfte als Trumpf der Schermbecker heute komplett auf dem Platz stehen: Der Ex-Lautern-Profi Moussa Ouattara in der Innenverteidigung, Florian Gerding (Spvg. Velbert) als Außenverteidiger, Julian Stöhr (Westfalia Herne) als Sechser und Fatlum Zaskoku (Fortuna Düsseldorf II) ebenfalls im defensiven Mittelfeld, aber mit mehr Aufgaben im Spielaufbau.
Ganz andere Möglichkeiten
„Natürlich muss sich die Mannschaft noch einspielen und auch Andreas Altenbeck ist noch nicht bei 100 Prozent. Aber diese gezielten Verstärkungen waren von langer Hand geplant und werden uns von Anfang an deutlich verbessern“, prognostiziert Stroetzel. „Wenn man überlegt, dass Marek Klimczok am Donnerstag erstmals schmerzfrei trainiert hat und ebenso wie beispielsweise Benedikt Jansen noch auf der Bank sitzt, dann haben wir jetzt ganz andere Möglichkeiten.“
Von der Möglichkeit eines Wechsels Gebrauch gemacht hat der Coach auch zwischen den Pfosten. Für den zuletzt verletzten Sven Schneider (19) hütet nun Marvin Radüchel (21) das Tor. Der Neuzugang des vergangenen Oktobers hinterließ bei den letzten beiden Zu-Null-Testspielen einen guten Eindruck.
„Wir haben zwei junge Torwarte, die in ihren Leistungen noch schwanken werden. Deshalb kann ich auch jetzt nicht sagen, ob das ein dauerhafter Wechsel der Nummer eins ist“, so Stroetzel. „Aber der Marvin macht im Moment den reiferen und stabileren Eindruck.“
Mit der Aufstellung vom Hinspiel hat die aktuelle Mannschaft des SV Schermbeck also nur noch wenig zu tun. Mit dementsprechend breiter Brust wollen sie dem Unterbau des Zweitligisten begegnen. „Der MSV hat uns im Hinspiel klar die Grenzen aufgezeigt und wie eigentlich jede zweite Mannschaft von Profi-Teams eine enorme Qualität gerade im spielerischen Bereich“, sagt Stroetzel. „Aber ich bin überzeugt davon, dass wir dem diesmal etwas entgegen setzen können. Wir spielen mit viel mehr Dynamik nach vorne und stehen robuster in der Abwehr. Das wird ein gutes Spiel!“
Der Gegner
Vor dem 1:3 am 11. Dezember in Bergisch-Gladbach hatten die Amateur-Zebras in acht Auswärtspartien nur vier Gegentore kassiert und dabei 14 Punkte gesammelt. Von den Leistungsträgern beim 5:0 im Hinspiel fehlen dem MSV II die abgewanderten Haluk Türkeri und Marko Martinovic. Von den Profis muss nach Burakcan Kunt auch Sergey Karimov nun bei den Amateuren ran. Der lange verletzte Mike Hibbeln soll in Schermbeck sein Debüt als Türkeri-Ersatz im Sturm feiern.
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