SV Schermbeck beginnt spät, PSV Lackhausen hört früh auf

Erst nach 15 Minuten zufrieden: SVS-Trainer Christoph Schlebach.
Erst nach 15 Minuten zufrieden: SVS-Trainer Christoph Schlebach.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma

Am Niederrhein..  Nach 50 Minuten musste das Fußball-Testspiel zwischen dem gastgebenden Westfalenliga-Aufsteiger DJK Eintracht Coesfeld und dem Landesligisten PSV Lackhausen bei Stande von 3:2 für die Platzherren mangels „Durchblick“ abgebrochen werden. „Schon vor dem Anpfiff waren zwei Flutlichtmasten kaputt. Als dann noch der Nebel dazu kam und die Linienrichter sich nicht mehr sehen konnten, wurde abgepfiffen“, erläuterte PSV-Trainer Roger Rütter. „Das war schon ärgerlich.“

Geärgert haben den 39-Jährigen auch die Gegentreffer (7./18./30.) gegen die auf Konter lauernden Kicker um den Weseler DJK-Coach Erdal Dasdan. „Wir hatten bei allen Gegentoren die Möglichkeit zu klären. Aber anstelle im Sechzehner zu löschen, haben wir unter Druck absolut unnötig versucht, die Situation spielerisch zu lösen.“

Hasan Hamzaoglu (4.) hatte die Postsportler nach einer Ecke in Führung gebracht. Schön herausgespielt war der 2:3-Anschlusstreffer durch Necati Güclü (31.). Mehr ließen nachher die Sichtverhältnisse nicht mehr zu.

Im dritten Duell mit einem Oberligisten zog Westfalenligist SV Schermbeck erstmals den Kürzeren. Die 1:3 (0:2)-Niederlage auf dem heimischen Kunstrasen gegen den SV Zweckel hatten sich die Gastgeber allerdings in der ersten Viertelstunde quasi selbst zugefügt. „Bei der Entstehung der ersten beiden Gegentore sehen wir nicht gut aus“, so SVS-Trainer Christoph Schlebach über die Szenen in den Minuten neun und elf. Dann aber legte sein Team den Schalter um. „Wir waren spielbestimmend und haben uns Chancen erarbeitet. Mit der Leistung danach war ich zufrieden.“

Nikolai Nehlson (30.) und Inan Basar (36.) trafen das Aluminium, Marek Klimczok schob vorbei (38.). Nach dem Seitenwechsel köpfte Nehlson nach einer Urban-Ecke schließlich den 1:2-Anschluss (58.). Doch der Gast nutzte seine einzige Torgelegenheit in Hälfte zwei, ebenfalls nach einer Ecke, zum 3:1-Endstand (76.). Sein Debüt in der „Ersten“ des SVS feierte der A-Jugendliche David Letina. „Ein Stürmer mit guten Ansätzen. Wir werden ihn in der Vorbereitung noch öfters berücksichtigen“, so Schlebach, der zuversichtlich ist, dass Jannis Scheuch mit seiner Trainingsblessur nicht so lange ausfällt, wie es die Diagnose Kapselriss, Außenbandriss und Innenbandanriss im Sprunggelenk zuerst vermuten lassen würde. „Er soll in 14 Tagen schon wieder locker ins Lauftraining einsteigen können.“

A-Ligist SV Brünen musste sich zu Hause der eine Klasse tiefer angesiedelten Weseler Viktoria mit 0:1 (0:0) beugen. Dennis Gieselmann nutzte einen groben Patzer der SVB-Defensive zum Siegtreffer (61.). „Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen – vielleicht, weil einige Leute im Hinblick auf Sonntag nichts mehr riskieren wollten“, hofft SVB-Trainer Steffen Herden auf einen engagierteren Auftritt, wenn es mit der Meisterschaft wieder los geht. Zufrieden war Viktoria-Coach Rocco Steinert: „Gerade im Hinblick darauf, dass wir nur elf Mann hatten und nichts ausprobieren konnten, war das gut. Wir haben fast nichts zugelassen, die Einstellung stimmte.“

Im Duell der B-Ligisten bekam GW Flüren gegen den Spitzenreiter der Nachbargruppe, die DJK TuS Stenern, eine 0:5 (0:2)-Lehrstunde erteilt. „Unsere Leistungsschwankungen sind schon enorm – auch wenn einige Leute bei uns angeschlagen waren“, urteilte GWF-Coach Marco Scholten. „Zudem hat man gesehen was passiert, wenn der eine nicht für den anderen mitarbeitet.“ Immerhin konnten die Flürener sich über das Comeback von Routinier Metin Kilic nach dessen Ellenbogenfraktur freuen.

Mit seiner neu formierten Elf sorgte C-Ligist SuS Wesel-Nord für die nächste Überraschung und fegte den Tabellenvierten der B-Liga, den SV Haldern II, mit 5:0 (2:0) vom Platz. Es trafen Sascha Bierwald (4./50.), Marcel Freydorfer (10.), Stefan Romeike (80.) und Andre Jansen (89.).

Am Donnerstag testen: Hamminkelner SV II – SV Ringenberg, TuS Gahlen – SV Dorsten-Hardt (beide 19.30 Uhr)