SV Brünen beim Mitaufsteiger Bocholt nur Außenseiter

Während den Blau-Weißen aus Dingden am Sonntag bei der Reserve des VfL Rhede der „Rote Teppich“ droht, empfangen die Grün-Weißen aus Lankern die DJK Barlo auf dem heimischen Kunstrasen.
Während den Blau-Weißen aus Dingden am Sonntag bei der Reserve des VfL Rhede der „Rote Teppich“ droht, empfangen die Grün-Weißen aus Lankern die DJK Barlo auf dem heimischen Kunstrasen.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Die zwei Spitzenteams warten als nächste Gegner auf den SV Brünen. Dabei geht der A-Liga-Aufsteiger stark ersatzgeschwächt in die Partie beim 1. FC Bocholt II.

Hamminkeln..  „Die nächsten beiden Spiele sind die einfachsten“, sagt Steffen Herden. Gemeint ist allerdings das „Underdog-Einfach“, denn der SV Brünen (9. Platz/23 Punkte) sieht sich in der Fußball-Kreisliga A an den kommenden zwei Spieltagen den beiden aktuellen Top-Teams gegenüber. Bevor der Primus aus Lowick an die Bergstraße nach Brünen kommt, muss der Aufsteiger am Sonntag beim Tabellenzweiten und Mitaufsteiger 1. FC Bocholt II (38) antreten.

„Dort brauchen wir noch mehr Unterstützung unserer treuen Anhänger als wir ohnehin schon haben“, wirbt der Coach um den „zwölften Mann“. Denn von den geplanten elf Akteuren auf dem Platz haben sich im Laufe der letzten Woche einer nach dem anderen verabschiedet. Den wichtigen 3:0-Sieg gegen Schlusslicht TuB Bocholt II bezahlte der SVB mit den Verletzungen von Ben Hutmacher (Gehirnerschütterung), Tim Stolzenburg (Bänderriss) und Bernd Knüfer (Bänderdehnung). Daran laboriert auch Christian Purps, Dionisios Broumas ist privat verhindert, Marcel Dahm Grippe geschwächt und Torsten Bongers weist Trainingsrückstand auf. „Er ist nicht im Kader“, so Herden.

Die größte Hiobsbotschaft in Reihen des Aufsteigers ist jedoch die Verletzung von Nils Hutmacher. Das Unglück des Youngsters im Training der A-Jugend stellte sich als Teilabriss des Kreuzbandes heraus. „Ich bin wirklich geschockt. Das tut mir sehr leid für den Jungen – und natürlich für uns“, so Herden, der den 18-Jährigen vergangene Woche noch als „Gewinner der Vorbereitung“ titulierte und ihm vermehrte Startelfplätze in Aussicht stellte.

„Das sind so viele Ausfälle, die steckt der SV Brünen nicht mal eben so weg“, sagt Steffen Herden. „Trotzdem ist mir sehr wichtig, dass wir uns dort gut verkaufen und alles probieren. Das Torverhältnis ist im Abstiegskampf immer wichtig.“

VfL Rhede II (8./24) - BW Dingden (11./21): „Die Rheder Reserve ist weiterhin als Gegner ein großes Fragezeichen“, sagt BWD-Trainer Dirk Juch. „Jetzt haben sie auch noch zwei neue Leute vom VfL 45 dazu bekommen. Zudem hat die Meisterschaft ihrer ersten Mannschaft in der Landesliga noch nicht begonnen. Man kann sich nur überraschen lassen, wer bei denen aufläuft.“

Nicht überraschen lassen möchte sich Juch vom Platz, auf dem gespielt wird. „Angesichts der Wetterprognosen kann es dort auf Asche gehen. Das ist natürlich ein ganz anderes Spiel als auf Kunstrasen“, so der Dingdener Coach. Dies diene aber nicht schon im Vorfeld als Entschuldigung. „Letztlich ist es eine Frage der Einstellung“, so Juch.

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Unter der Woche konnten sich die Blau-Weißen über eine gute Trainingsbeteiligung freuen, die Semesterferien machen sich positiv in der Heimat einiger Kicker bemerkbar. Das kuriose Hinspiel endete nach einem 0:3-Rückstand der Dingdener noch 4:4.

GW Lankern (3./36) - DJK Barlo (12./19): Den späten Gegentreffer im Derby in Dingden zum 2:2-Ausgleich hat GWL-Coach Uli Kley-Steverding gut verdaut . „Im ersten Moment ist so etwas natürlich ärgerlich, aber letztlich war das Ergebnis ja gerecht.“ Ein völlig anderes Spiel erwartet der Lankerner Trainer, wenn am Sonntag die abstiegsbedrohten Barloer am Schulweg gastieren. „Ein unangenehmer, weil körperlich sehr robuster Gegner, dessen Spiele immer sehr knapp enden“, so Kley-Steverding, dessen Elf das Hinspiel mit 2:1 für sich entschieden hatte.

Einer der beiden Torschützen von damals fehlt, Benedikt Klump weilt ebenso wie Steffen Böing und Bernd Manigk am Sonntag im Urlaub. „Zudem haben wir noch einige gesundheitlich bedingte Fragezeichen“, erklärt Kley-Steverding. „Aber ich hoffe, dass die drei die einzigen Ausfälle bleiben“, fügt er hinzu.