SV Bislich scheut derzeit den Blick auf die Tabelle

Maskenmann Yasin Cagatay (gegen Hamminkelns Julian Weirather), Angelo Sicurello (l.) und der SV Bislich sind zu Hause gegen Uedem in der Pflicht.
Maskenmann Yasin Cagatay (gegen Hamminkelns Julian Weirather), Angelo Sicurello (l.) und der SV Bislich sind zu Hause gegen Uedem in der Pflicht.
Foto: Funke Foto Services
Zwei Teams muss Fußball-Bezirksligist SV Bislich noch hinter sch lassen, um die Klasse zu halten. Grundvoraussetzung ist ein Heimsieg gegen Uedem.

Wesel..  „Ich gucke schon gar nicht mehr auf die Tabelle“, beteuert Trainer Dennis Lindemann. Dabei bietet diese zwei Spieltage vor dem Ende der Fußball-Bezirksliga ein spannendes, für die hiesigen Teams aber auch bedrohliches Szenario. Der SV Bislich (13. Platz/35 Punkte) empfängt den Uedemer SV (15./31). Zwei Teams müssen die Schwarz-Weißen auf der Zielgeraden hinter sich lassen, um dem Abstiegsgespenst eine lange Nase zu zeigen.

Die Chancen dafür stehen aber gar nicht so schlecht, denn die Konkurrenten Viktoria Winnekendonk (35 Punkte/in Vrasselt), SV Spellen (35/in Bedburg-Hau) und Olympia Bocholt (37/in Friedrichsfeld) müssen allesamt bei Mannschaften aus dem oberen Drittel ran. Grundvoraussetzung für den Bislicher Sprung aus der Roten Zone ist aber immer ein eigener Sieg. Davon gab es in der Rückrunde nur drei Stück. Zuletzt verhinderten jeweils späte Ausgleichstreffer in Pfalzdorf und Hamminkeln den „Dreier“.

„Angesichts der Vielzahl an Großchancen kann man da nicht mehr nur noch von Pech sprechen“, sagt Lindemann. „Wir haben 38 Tore in 30 Spielen geschossen, elf davon in zwei Spielen, macht also 27 Tore in den übrigen 28 Spielen. Da muss man sich über seinen Tabellenplatz nicht wundern.“

Eines dieser beiden Torfestivals war der 5:1-Erfolg im Hinspiel in Uedem. Lindemann möchte gar nicht daran erinnern. Da habe plötzlich mal alles geklappt. „Aber das hatte nicht viel mit dem Gegner zu tun. Uedem ist keine schlechte Mannschaft und hat zudem noch eine kleine Chance auf den Klassenerhalt. Das wird ein hartes Stück Arbeit“, sagt Lindemann.

Zur Verfügung steht die Mannschaft, die recht überzeugend beim 1:1 in Hamminkeln aufgetreten war, plus Andreas Mansfeld. Die vielseitige Stammkraft fehlte zuletzt beruflich bedingt. „Es ist eine ungewohnte Situation, sich Gedanken darüber machen zu müssen, wo man Leute einbaut. Aber für Andreas Mansfeld werden wir einen Platz in der Mannschaft finden“, so Lindemann, der während der 90 Minuten keine Zwischenergebnisse von den anderen Plätzen hören möchte. „Wir müssen unsere Hausaufgabe machen, anschließend können wir mal wieder auf die Tabelle gucken.“