SuS-Herren haben Verbandsliga-Rückkehr im Blick

Fabian Karbowiak und die Herren des SuS Wesel-Nord peilen den Wiederaufstieg an.
Fabian Karbowiak und die Herren des SuS Wesel-Nord peilen den Wiederaufstieg an.
Foto: WAZ FotoPool / Gerd Hermann
Was wir bereits wissen
Für die am Wochenende beginnende Saison haben sich die Damen und Herren des SuS Wesel-Nord höchst unterschiedliche Ziele gesetzt.

Wesel..  Die Mitglieder der Damen- und Herrenmannschaft des SuS Wesel-Nord sind Tennisspieler und keine Traumtänzer. Deshalb hielt sich ihre Enttäuschung in Grenzen, dass sie in der letzten Spielzeit wie erwartet nur jeweils ein einjähriges Intermezzo in der 2. Verbandsliga gegeben haben. Nun sind beide Teams zurück in der Bezirksliga und starten mit unveränderten Aufstellungen, aber unterschiedlichen Zielen in die Samstag beginnende Medensaison.

Die Herren der offenen Klasse schauen gleich wieder nach oben. „Wir wollen aufsteigen“, sagt Kapitän Stefan Day. Die Mannschaft ist trotz des Abstiegs komplett zusammengeblieben: Marciano Koslowsky spielt weiterhin an Position eins, dahinter folgen Markus Eyting, Christian Brinkmann, Sebastian Wilczek, Alexander Schlomberg und Fabian Karbowiak.

„Das vergangene Jahr in der 2. Verbandsliga war eine nette Erfahrung, auch wenn wir manchmal chancenlos waren“, meint Day. Eine Vorentscheidung, ob die Weseler im Sommer 2016 erneut im Verbandsliga-Unterhaus aufschlagen dürfen, könnte bereits am ersten Spieltag fallen. Am Samstag gastiert der SuS beim ebenfalls abgestiegenen TuB Bocholt, mit dem er sich bereits vor zwei Jahren ein enges Rennen um den Spitzenplatz geliefert hatte. Trotz der 3:6-Niederlage gegen den Meister war auch das Team aus der Hansestadt damals als Zweiter aufgestiegen.

An eine Rückkehr in die 2. Verbandsliga verschwenden Anna Wormann und ihre Mitspielerinnen dagegen keine ernsthaften Gedanken. Die Mannschaftsführerin der Damen sagt zwar, dass „wir dort gerne wieder spielen würden“. Sie schränkt aber ein: „Wir müssen realistisch bleiben, weil wir in einer schweren Gruppe gelandet sind.“ Der Klassenerhalt ist deswegen das offizielle Saisonziel.

Das unveränderte Team mit der Spitzenspielerin Friederike Kerber, Anika Amerkamp, Leonie Reis, Wormann, Lisa van Bergen und Jana Kück hofft, von den Erfahrungen in der 2. Verbandsliga zu profitieren. „Das Jahr hat uns auf jeden Fall mehr geholfen als geschadet“, stellt Wormann klar. Zum Bezirksliga-Start geht es am Samstag nach Mülheim-Heißen.

Trotz der Abstiege in der offenen Klasse ist der SuS Wesel-Nord noch mit zwei Mannschaften in der 2. Verbandsliga vertreten. Die Damen 30 wollen nach Platz drei im Vorjahr erneut die Klasse halten. „Dafür müssen wir mindestens zweimal gewinnen. Das sollte realistisch sein“, meint Kapitänin Silja Grodon, obwohl das Team nicht frei von Personalsorgen ist: Gudrun Praest hat die Mannschaft verlassen, und Kerstin Weiß wird nach ihrem Bandscheibenvorfall die ersten Spiele verpassen.

Von der 1. Verbandsliga in die Bezirksklasse D

Für die Herren 60 geht es in der 2. Verbandsliga ebenfalls gegen den Abstieg. „Bei der dünnen Personaldecke sind keine besseren Platzierungen zu erwarten. Unser Zusammenhalt ist aber nach wie vor sehr gut“, sagt Mannschaftsführer Heinz Hüppe.

Das obere Tabellendrittel in der Bezirksliga peilen die Herren 30 an, die weiterhin auf Spitzenspieler Jörg Ahrens, den deutschen Meister im Herren-Doppel 40, setzen können. Markus Köper ist vom TC Dingden in die Feldmark gewechselt. „Vielleicht gelingt uns eine Überraschung“, meint Kapitän Thomas Weber. Die in die Bezirksliga aufgestiegenen Damen 50 geben genauso wie die Damen II (Bezirksklasse B), Damen 30 II (BK B) und die Herren 60 II (BK A) den Klassenerhalt als Ziel aus. Die Herren II wollen in der BK B dagegen vorne mitspielen und die Herren 40 wieder in die BK B aufsteigen.