Siegen stoppt SVS-Siegesserie
14.03.2010 | 23:23 Uhr 2010-03-14T23:23:00+0100Schermbeck.Das Wiedersehen mit den Ex-Kollegen hatte sich Christoph Müller sicherlich ein wenig anders vorgestellt – vor allem in der 36. Minute. „Das war eine 50:50-Situation. Ich habe leider die falsche Entscheidung getroffen“, gab der Schlussmann des Fußball-NRW-Ligisten SV Schermbeck unumwunden zu.
Nach einem Querschläger von Benedikt Jansen eilte er wie Rene Adler im Länderspiel gegen Argentinien fast über das halbe Feld, kam gegen Emrah Uzun jedoch einen Tick zu spät. Der Siegener ließ das Leder aus mehr als 30 Metern ins leere Tor kullern. Doch im Gegensatz zur deutschen Nationalelf gelang dem SVS gegen die Sportfreunde noch das 1:1 (0:1) und damit ein Zähler im Abstiegskampf.
„Mit einem 0:0 hätte ich besser leben können“, meinte Christoph Müller nach dem Auftritt seines ehemaligen Vereins am Waldsportplatz. Immerhin sind die Schermbecker seit der Verpflichtung des Routiniers in sechs Pflichtspielen ungeschlagen. Nach fünf Siegen stoppte Siegen die Erfolgsserie. „Aber Siegen ist schließlich auch keine Laufkundschaft“, so ein nicht einmal unzufriedener SVS-Torhüter.
Sein Trainer schien ebenfalls ganz gut mit dem einen Zähler leben zu können. „Wir müssen auch mal mit einem Remis zufrieden sein“, analysierte Martin Stroetzel. Richtig ärgerlich fand der 44-Jährige eigentlich nur die Tatsache, dass „wir nächstes Wochenende spielfrei sind“.
Für einen könnte die Pause allerdings zum richtigen Zeitpunkt kommen. Denn Mykola Makarchuk musste gestern wegen einer Leistenzerrung komplett passen. Ohne den Mittelfeldstrategen lief spielerisch bei den Platzherren auf dem sehr holprigen Naturrasen nicht viel zusammen. „In der ersten Halbzeit war es aber eine gute Defensivleistung“, erkannte Stroetzel. Bis eben „auf die Verkettung dummer Fehler“ (Stroetzel) von Lupitu, Jansen und Müller nach 36 Minuten. Die bis dahin einzige Chance der spielerisch reiferen Gäste führte prompt zum 0:1-Rückstand.
Danach rückte „Allzweckwaffe“ Stefan Zepanski neben den diesmal blassen Seyit Ersoy in die Spitze. Und mit ihm wurden die Aktionen des Gastgebers auch gefährlicher. Yves Ntungi Lupitu (40.) und Tim Woberschal (45.) zielten noch zu hoch, aber nach einer Ecke von Benedikt Jansen köpfte Nedim Djuliman zum 1:1-Ausgleich ein (59.).
In der nun wesentlich munteren Partie hätte ein Freistoß von Jansen fast noch den Siegtreffer gebracht. Sein Versuch aus gut 30 Metern klatschte jedoch gegen die Latte. Der eingewechselte Sascha Siebert verfehlte per Freistoß aus vielversprechender Position das Tor in der letzten Minute.
Zehn Minuten zuvor hatte Christoph Müller für seinen neuen Klub noch den Punkt festgehalten, als er einen Fernschuss von Anis Saidi glänzend entschärfte.
17:41
Hat Schernbeck schon wieder ein Torwart Problem ?Was Müller gestern gezeigt hat,kann der Kanzler auch.Tor ging auf seine Kappe u. beim Rückpass sah er auch nicht gut aus, wie schon oft.Da ich ein Fan vom Kanzler bin, muss ich sagen, das kann er auch.Was ist nur zwischen Kanzler u. Stroetzel
vorgefallen,daß er so rasiert wurde?