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Schlusslicht Wattenscheid kommt

14.08.2009 | 20:22 Uhr

Schermbeck. SVS-Trainer Martin Stroetzel will mit dem ersten Sieg in dieser Saison auf einen Mittelfeldplatz rutschen. Angriff bereitet dem 43-Jährigen allerdings Sorgen, da Seyit Ersoy weiterhin passen muss. Ansonsten stehen alle Kicker zur Verfügung. Torwart-Frage bleibt weiterhin offen.

Den Stab über sein Team zu brechen, das kommt Martin Stroetzel nicht in den Sinn. Auch wenn die Kicker des SV Schermbeck mit nur einem Punkt nicht gerade einen Traumstart in die NRW-Liga hingelegt haben, will sich der Trainer in Geduld üben. „Vor allem bei den jungen Spielern”, sagt der 43-Jährige. In diese Kategorie fällt beispielsweise Sandro Poch, der auf der rechten Seite der Viererkette in Duisburg und auch gegen Sprockhövel nicht gerade den sichersten Eindruck hinterließ. Eine weitere Bewährungsprobe kommt auf den Youngster sowie den SVS am morgigen Sonntag mit dem Heimspiel gegen die SG Wattenscheid 09 zu.

Dabei sind die am Tabellenende liegenden Gäste „sehr schwer einzuschätzen. Aber bei denen ist bedeutend mehr Unruhe als in anderen Vereinen”, weiß Martin Stroetzel. Dies auszunutzen, würde den Schermbeckern einen Sprung in der Tabelle ermöglichen. „Mit drei Punkten könnten wir schön ins obere Mittelfeld reinrutschen”, meint der Coach.

Doch dazu bedarf es vor allem im vorderen Bereich mehr Kaltschnäuzigkeit als noch bei der Nullnummer gegen die TSG Sprockhövel. „Der Abschluss ist nicht zufriedenstellend”, findet auch Martin Stroetzel. Überraschend kommt dies für ihn nicht: „Wir wussten, dass es im vorderen Bereich schwierig wird.” Zumal sich die Fußprellung von Seyit Ersoy als extrem hartnäckig erweist, der kleine Stürmer wird auch gegen Wattenscheid pausieren müssen.

Info
Der Gegner

Acht Gegentreffer in zwei Spielen: Der morgige Gegner SG Wattenscheid 09 findet sich nach zwei Spieltagen am Tabellenende wieder. Dabei ist der Ex-Bundesligist bei den Niederlagen gegen SW Essen (1:4) und bei Arminia Bielefeld II (2:4) jedes Mal erst in der zweiten Halbzeit aufgewacht. In Ostwestfalen kassierten die Bochumer Vorstädter alle Gegentreffer nach Standardsituationen.

Ansonsten stehen dem Trainer alle Akteure zur Verfügung. Also die Qual der Wahl? „Vielleicht werde ich auch so wie gegen Sprockhövel beginnen”, erklärt der Übungsleiter. Dies würde auch den Einsatz von Yakup Köse bedeuten, der am Mittwoch noch in Hälfte eins ausgewechselt wurde. „Er zeigt derzeit nicht, was wir uns vorstellen und was er kann”, so Stroetzel, der den Rückkehrer „schnellstmöglich in die richtigen Bahnen lenken” will.

Bei der Torwart-Frage lässt sich der SVS-Trainer nicht in die Karten schauen. Lukas Fronczyk oder Stefan Schröder? „Das kann ich noch nicht sagen”, erläutert Stroetzel. Gegen Sprockhövel war der Neuzugang nicht oft gefordert, bewahrte die Schermbecker Mitte der zweiten Hälfte jedoch vor einem Rückstand – und einem total verpatzten Start.

Ralf Pollmann

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