Schermbecks Torjäger Tim Dosedal fällt lange aus

Dynamischer Antritt, sucht direkt den Abschluss und torgefährlich – auf die Stärken von Tim Dosedal (l.) muss der SVS nicht nur gegen Theesen, sondern auf unbestimmte Zeit verzichten. Im Hintergrund: Marek Klimczok.
Dynamischer Antritt, sucht direkt den Abschluss und torgefährlich – auf die Stärken von Tim Dosedal (l.) muss der SVS nicht nur gegen Theesen, sondern auf unbestimmte Zeit verzichten. Im Hintergrund: Marek Klimczok.
Foto: WAZ FotoPool / Gerd Hermann
Was wir bereits wissen
Hiobsbotschaft vor dem Verfolgerduell des Fußball-Westfalenligisten SV Schermbeck gegen den VfL Theesen: Torjäger Tim Dosedal erlitt eine Schultereckgelenksprengung.

Schermbeck..  Das 0:3 im Gipfeltreffen der Fußball-Westfalenliga in Paderborn habe er schnell abgehakt, sagt Christoph Schlebach. Doch an den Folgen wird der Trainer des SV Schermbeck noch länger zu knabbern haben. Tim Dosedal, mit zwölf Treffern erfolgreichster Torjäger des Tabellendritten, hat sich in dem Spiel eine zunächst unentdeckt gebliebene Schultereckgelenksprengung zugezogen. Dosedal hielt die 90 Minuten durch, trainierte auch am Dienstag. Doch danach wurden die Schmerzen fast unerträglich, die ärztliche Diagnose stoppt nun auf unabsehbare Zeit jeglichen Einsatz im SVS-Dress. So muss Schlebach im Verfolgerduell zu Hause gegen den Vierten VfL Theesen (Sonntag, 15 Uhr) von der taktischen Marschroute mit der Doppelspitze Dosedal und Nikolai Nehlson abrücken.

„Das ist ein schwerer Schlag“, räumt der Schermbecker Übungsleiter ein. Einen ähnlichen Stürmertypen wie Dosedal weiß er nicht mehr in seinem personell sowieso recht knapp bemessenen Kader. Also taktisch umstellen oder einen Kicker aus dem offensiven Mittelfeld nach vorne beordern? „Ich muss mir noch etwas einfallen lassen. Was, das weiß ich echt noch nicht“, so Schlebach. Nun eines steht fest. „Tim Dosedal werden wir nicht ersetzen können, dies ist klar.“ Dabei steht auch noch in den Sternen, wie lange die Zwangspause dauern wird. Der Arzt habe gesagt, dass zwischen zwei und acht Wochen alles möglich sei, so Christoph Schlebach.

Der Ausfall des 27-Jährigen trifft die Schermbecker zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Nach der Niederlage beim Ligaprimus kommt am Sonntag der Tabellendritte, danach geht es zu Fichte Bielefeld (5.), gegen Preußen Münster II (2.) und zum SC Herford (6.). Spiele, deren Ausgang wohl über den weiteren Saisonverlauf des SV Schermbeck entscheiden werden. Bei vier Zählern Rückstand auf die U 23 des SC Paderborn 07 „ist schließlich noch alles möglich“, wie auch Schlebach meint.

Die Ausrutscher der Verfolger

Dabei sind die Erinnerungen des 46-Jährigen an Theesen nicht die allerbesten, mit 3:4 ging das Hinspiel verloren. „Damals hatten wir uns krasse individuelle Fehler erlaubt“, erzählt der Coach. Derartige Aussetzer habe es zuletzt nicht mehr gegeben. Die Gäste erwartet er trotz des Tabellenplatzes in der Rolle einer Auswärtsmannschaft. „Also eher defensiv.“

Auf der personellen Seite gab es für Schlebach unter der Woche aber auch positive Nachrichten. Die MRT-Untersuchung bei Kevin Ewald bestätigte die Befürchtung eines Zehbruchs nicht, er ist wieder ins Lauftraining eingestiegen. Benedikt Helling hat seine Adduktorenprobleme überstanden.