Schermbecker Dancing Rebels werden im „Heimspiel“ Fünfter

Von der eigenen Kulisse beeindruckt: Die Dancing Rebels eröffneten mit ihrer Choreographie „Nimbus“ das zweite Saisonturnier in der Sporthalle an der Erler Straße. Anfangs hemmmte dies den Gastgeber, er wirkte nervös.
Von der eigenen Kulisse beeindruckt: Die Dancing Rebels eröffneten mit ihrer Choreographie „Nimbus“ das zweite Saisonturnier in der Sporthalle an der Erler Straße. Anfangs hemmmte dies den Gastgeber, er wirkte nervös.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Die Jazz- und Modern-Dance-Formation Dancing Rebels des TC GW Schermbeck hat nach Platz fünf im „Heimspiel“ beste Chancen auf den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga.

Schermbeck..  Zum Auftakt stieg der Lärmpegel: Die Zuschauer in der ausverkauften Dreifachsporthalle an der Erler Straße jubelten, sie feuerten mit tosendem Beifall ihre Dancing Rebels an. Die Jazz- und Modern-Dance-Formation des TC GW Schermbeck betrat beim zweiten Turnier der Saison in der 1. Bundesliga die hell ausgeleuchtete Tanzfläche. Sie waren an diesem Abend die erste Gruppe, das Los hatte so entschieden.

Die Musik ertönte aus den großen, bulligen Lautsprechern. Die fünf Wertungsrichter standen oberhalb des Publikums auf den Rängen, mit bestem Blick auf die Protagonisten. Sie machten sich allerhand Notizen zur Technik, Ausführung, Präzision. Am Ende eines stimmungsvollen Abends erreichten die Schermbecker Lokalmatadoren vor 450 Zuschauern den fünften Platz. Die gleiche, gute Platzierung im Mittelfeld war dem Team bereits vor drei Wochen in Wuppertal gelungen.

Miriam Hötting war am Ende eines langen Tages zwar erschöpft, schließlich waren es als Gastgeber in der Beletage aufregende Stunden gewesen. Doch sie zeigte sich mit dem Auftritt und der Organisation in der heimischen Halle vollauf zufrieden. „Besser hätten wir uns das nicht wünschen können. Wir waren ein guter Gastgeber und haben als Formation erneut ein gutes Ergebnis erreicht“, freute sich die Trainerin der Dancing Rebels.

Die Schermbecker Tänzerinnen trugen in der Vorrunde als erste von zehn Formationen ihre Choreographie „Nimbus“ zur Musik „One Way“ vor. Dass die Gruppe den Auftakt vor eigenem Publikum bestreiten musste, schien sie zunächst etwas zu hemmen statt zu beflügeln. „Unser Start war verhalten. Die Mädchen waren nervös und wirkten etwas unsicher“, stellte Hötting fest. Doch mit der lautstarken Unterstützung des Publikums im Rücken führten die Dancing Rebels ihre Darbietung solide zu Ende. Das belohnten die Wertungsrichter mit dem Einzug ins Finale.

Nina Schäfer gab dabei ihr Debüt für die Grün-Weißen in der 1. Bundesliga. Sie war in der Vorrunde für Amelie Becker in die Startformation gerückt. „Sie sollte Erfahrung sammeln. Das klappt meistens am besten vor eigenen Zuschauern, und Nina hat toll getanzt“, lobte Hötting ihren Schützling. Franziska Alda, Sarah Beckmann, Linda Deppe, Anna Dmitrieva, Lisa Hatkemper, Maren Hegerring, Johanna Kamp, Lisa Klingelhöfer, Carolin Schulte-Loh und Julia Tenhagen gehörten ebenfalls zur Formation.

Im Finale löste sich die Anspannung beim Gastgeber merklich, schließlich hatte er gegen die großen Favoriten überhaupt nichts zu verlieren. Fortan wirkte die Gruppe präsenter auf der Tanzfläche und deutlich stärker im Ausdruck. Das bemerkte auch die Trainerin. „Wir haben am Ende noch mal einen drauf gesetzt und uns nur kleine Fehler erlaubt“, sagte Miriam Hötting. Damit sind die Dancing Rebels, die in ihrem dritten Jahr in der höchsten Klasse tanzen, ihrem Ziel Klassenerhalt einen Schritt näher gekommen.

So geht es in der 1. Bundesliga weiter

Den Sieg in der Sporthalle an der Erler Straße sicherte sich der Titelfavorit „autres choses“ aus Saarlouis vor der Formation „Arabesque“ aus Wuppertal. Dritter wurde „the Face“, eine Gruppe aus Berlin. Für den Rest der Saison hat Miriam Hötting bescheidene Wünsche. „Bisher läuft es sehr gut, doch wir werden weiter an uns arbeiten. Vielleicht schaffen wir dann mal den vierten Platz“, sagte sie