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„Rutschpartie” beim Schermbecker Volkslauf

17.05.2009 | 21:43 Uhr

Leichtathletik. SVS richtet „halben Crosslauf” aus. Sabine Roeser gewinnt Damen-Konkurrenz, Max Feiler wird Herren-Dritter.

Schermbeck. Wenige Zentimeter vor der Ziellinie wäre Max Feiler fast noch ausgerutscht. Im schlammigen Zieleinlauf des Schermbecker Volkslaufes schlitterte der Überraschungs-Sieger des Flürener Halbmarathons förmlich über den Strich. Tempo hatte der 25-Jährige genug drauf, so dass es trotz „Rutscheinlagen” zu Platz drei reichte. Geschlagen geben musste sich Feiler, der für den SV Hamminkeln startet, Muharrem Yilmaz (Essen) und Jan-Matti Becker (BSG Pro Homine).

Dementsprechend zufrieden war der Sportstudent nach der „Regenschlacht” auf den zehn Kilometern. „Eine sehr schöne Strecke” hatte Feiler trotz Matsch und viel Wasser von oben hinter sich. In 35:02 Minuten lag der Ex-Kicker des SV Brünen und PSV Lackhausen nur knapp hinter dem Sieger Yilmaz (34:44).

Zum ersten Mal in 26 Jahren Volkslauf regnete es in Schermbeck, so dass der Kurs fast zu einem echten Crosslauf wurde. Schlammbespritzt und völlig durchnässt kamen die 265 Teilnehmer des Hauptlaufes im Ziel an der Gemeinschaftsgrundschule an.

Das konnte Sabine Roeser (Hadi Wesel) jedoch kaum die blendende Laune verregnen. Nach 44:34 Minuten erreichte die 39-Jährige als erste Dame die Ziellinie und strahlte nach dem Sieg im Auftakt-Rennen zum Lippe-Issel-Cup. „Ein richtig schöner Crosslauf, den ich sogar mit Jahresbestzeit absolvierte habe”, freute sich Roeser über ihren Erfolg.

Bereits über fünf Kilometer zeigten sich die Kollegen der Lauffreunde Hadi Wesel in guter Form. Ralf Schneiders (M 40/19:32 Minuten), Ron Franke (M 45/19:36) und Helge Rademacher (M 45/21:03) landeten auf den Plätzen drei, vier und sechs.

38 Bambini und 101 Schüler trotzten den Wetterverhältnissen am frühen Morgen. „Durch den Ruhrmarathon und den Regen haben wir einige Starter verloren, doch liegen wir ungefähr auf dem Niveau der Vorjahre”, zog Dieter Kettler, Pressewart der SVS-Leichtathleten, ein zufriedenes Fazit. Potenzial läge in den kommenden Jahren besonders bei den Schermbecker Schulen, die anders als die Wilhelm-Lehmbruck-Schule aus Dorsten-Östrich nicht geschlossen beim 2000 Meter-Lauf angetreten war, erklärte Kettler.

Der Tross des Lippe-Issel-Cups zieht nun weiter nach Raesfeld. In zwei Wochen kämpfen dann auch wieder Max Feiler und Sabine Roeser um Platzierungen und um die Gesamtwertung. „Ich werde wohl an allen Läufen teilnehmen. Mal schauen, ob ich die 35 Minuten-Grenze knacken kann”, wollte sich Feiler noch nicht zu seinen Zielen im Gesamtklassement äußern. Trockenes Wetter wünscht er sich für die kommenden Rennen auf jeden Fall. Denn nicht immer geht eine „Rutschpartie” über die Ziellinie so glimpflich aus wie beim Schermbecker Volkslauf.

Cai-Simon Preuten

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