Rücktritt ist für PSV-Coach kein Thema

Wesel..  Björn Assfelder lernt derzeit die Schattenseiten des Trainer-Daseins in geballter Form kennen. Mit den Kickern des Landesliga-Schlusslichts PSV Lackhausen bezieht der 33-Jährige vor allem in der Fremde Prügel. Nach 0:4 und 0:6 hieß es am Sonntag als bisheriger negativer Höhepunkt 0:7 bei der Spvgg. Sterkrade-Nord. Für den Coach aber kein Grund, die Brocken bei den Weselern hinzuwerfen. „Ein Rücktritt kommt nicht infrage“, versichert Assfelder, der im zweiten Jahr beim PSV das Sagen hat.

Die Arbeit mit dem Team bereite ihm immer noch Spaß – ein Sonntag wie in Sterkrade-Nord mal ausgenommen. Außerdem sei das Feedback von der Mannschaft positiv. „Ich habe auch das Gefühl, die Spieler noch zu erreichen“, sagt Björn Assfelder. Bei der Fehleranalyse gehe es immer wieder um individuelle Aussetzer. „Was soll man machen, wenn ein Pass über 15 Meter im Fuß des Gegners landet?“

Nach dem 0:6 beim SV Schwafheim hatte Björn Assfelder bei den Übungseinheiten schon einiges umgestellt. „Wir haben die Trainingsintensität deutlich verschärft“, erzählt er. Zudem werde konsequenter durchgegriffen. „Wenn ein Spieler meint, dass er Samstagabend noch Highlife machen muss, gehört er eben nicht zum Kader“, verdeutlicht der Weseler Trainer. Beim 0:7 in Sterkrade erhofft sich Assfelder, dass „es einmalig war“.

Als positives Beispiel beim Umgang mit einer derart prekären Situation nennt Assfelder den A-Ligisten GW Lankern, der mit Trainer Markus Rambach verlängerte. „Da wurde ein deutliches Zeichen gesetzt“, so der Lackhausener Coach.