PSV schafft den Hallen-Hattrick

Wesel..  Dem PSV Lackhausen gelingt der Hallen-Hattrick: Nach den Siegen beim Dreikönigsturnier in Bocholt und den Weseler Stadtmeisterschaften gewannen die Postsportler auch das Turnier der Weseler Viktoria in der Rundsporthalle. Im Finale bezwang die Mannschaft von Trainer Roger Rütter den Bezirksligisten SV 08/29 Friedrichsfeld mit 7:4 (4:4) nach Neunmeterschießen. Zufrieden konnten aber auch GW Flüren und der Weseler Spielverein sein, die es bis ins Halbfinale schafften und dort jeweils erst im Neunmeterschießen ausschieden. Das Duell vom Punkt um Rang drei gewannen die Flürener mit 4:3.

„So ein Erfolg ist schön mitzunehmen, aber es ist eine andere Sportart als draußen“, erläuterte Rütter, der durch den „Budenzauber“ nicht an eine zusätzliche Motivation für den Abstiegskampf in der Landesliga glaubt. „Das hat damit nichts zu tun. Jetzt zählt für uns erst einmal, dass wir wieder richtig fit werden.“

In die Freude über den Sieg mischte sich jedoch auch noch eine Hiobsbotschaft. PSV-Keeper Valentin Leber, der als Feldspieler agierte, zog sich nach einem Foul an ihm einen Innenbandriss im Knie zu. „Mindestens, er muss auch noch zum MRT“, so Rütter. „Das ist wirklich bitter für den Valle und natürlich auch für uns.“

Ausrichter Viktoria Wesel fehlte in der Gruppe A ein Zähler zum Weiterkommen. Auf den weiteren Plätzen folgten TV Jahn Hiesfeld II und Viktoria III. In der Gruppe B mussten Viktoria II, DJK/SF Lowick und der SC Bocholt 26 II vorzeitig die Segel streichen. „Wir sind trotzdem sehr zufrieden mit dem Turnier. Auch unser Neuzugang, die Alevitische Gemeinde als dritte Mannschaft, hat sich gut präsentiert und im Hintergrund viel mitgeholfen“, so Viktoria-Vorsitzender Walter Großmann.

Im ersten Halbfinale schnupperten die Flürener gegen den PSV an der Überraschung. Doch die Führung durch Harutjun Kodak (4.) glich Oliver Vos (13.) noch aus. Ausgerechnet Kodak scheiterte dann vom Punkt als einziger Flürener an PSV-Keeper Patrick Erhart.

Im zweiten Halbfinale brachte Marvin Grundmann den Weseler SV gegen die Friedrichsfelder erst in Front (2.) und glich kurz vor dem Ende auch zum 2:2 aus. Vom Punkt aus reichten der SV 08/29 drei Treffer, weil der Spielverein nur hier ein wenig schwächelte.

Im Endspiel dann war der PSV zunächst überhaupt nicht im Bilde, geriet nach nur 13 Sekunden ins Hintertreffen und kassierte das 0:2 per Kopf (!) nach einer Ecke. Kevin Kirstein, Matthäus Cwiek und Necati Güclü drehten aber das Blatt. Als jedoch die Friedrichsfelder noch zweimal erfolgreich konterten (11./13.), schien die Partie gelaufen. Doch Güclü traf 48 Sekunden vor Schluss zum 4:4. Im Neunmeterschießen glänzte dann Patrick Erhart. „Da gehört auch Glück dazu“, so der PSV-Keeper nach zwei parierten Schüssen.