PSV-Reserve hat Klassenerhalt nicht mehr selbst in der Hand

PSV-Coach Polat Aydin beobachtet Arthur Cwiek, der das zwischenzeitliche 2:1 für die Platzherren markierte.
PSV-Coach Polat Aydin beobachtet Arthur Cwiek, der das zwischenzeitliche 2:1 für die Platzherren markierte.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Fußball-Bezirksligist PSV Lackhausen II kam zu Hause nicht über ein 2:2 gegen Olympia Bocholt hinaus und belegt weiterhin einen Abstiegsplatz.

Wesel..  „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand“, sagte Polat Aydin. Nach dem 2:2 (2:1) des von ihm trainierten Fußball-Bezirksligisten PSV Lackhausen II zu Hause gegen den direkten Konkurrenten Olympia Bocholt hat der Unterbau der Hansestädter den Ligaverbleib nicht mehr selbst in der Hand. Um den ersten Abstiegsplatz zu verlassen, benötigt die PSV-Reserve neben eigenen Siegen mittlerweile auch Patzer vom Nachbarn aus Bislich oder eben Olympia. Dabei waren die Möglichkeiten da, um den dringend benötigten zweiten Sieg der Rückrunde zu schaffen.

„Wir müssen uns das selbst ankreiden, weil wir die klaren Dinger rein machen müssen“, sagte Aydin. Es fehle die Cleverness, aber auch die Kraft. „Wenn man nicht fit ist, macht in den entscheidenden Situationen auch der Kopf nicht mit.“ Zudem bemängelte der PSV-Coach nach dem zweiten Auftritt unter seiner Regie das „fehlende Spielverständnis“ seiner Elf. „Marius Laub hat im Mittelfeld gezeigt, wie es geht“, fand der Coach aber auch Lob für einen seiner zwei A-Jugendlichen in der Startelf.

Vor rund 100 Zuschauern am Molkereiweg begann die Partie denkbar unglücklich für die Platzherren. Einen missglückten Klärungsversuch von Sebastian Weinkath, der nicht mehr richtig an den Ball kam, nutzte Marvin Übbing mit einem satten Drehschuss in den Winkel nach knapp drei Minuten zum 1:0 für die Gäste.

„Kopf hoch! Weiter“, rief Aydin seinen Schützlingen zu. Am besten hingehört hatte Orkan Güclü. Er hämmerte einen Freistoß aus 25 Metern zentraler Torentfernung unten links zum 1:1-Ausgleich ins Netz (8.). Und nach nur weiteren sieben Minuten und dem feinen Lupfer von Arthur Cwiek über den herausgeeilten Bocholter Keeper ins lange Eck hatte der PSV die Partie sogar gänzlich gedreht (15.). Kurz darauf besaßen die Gastgeber weitere „klare Dinger“ zur Vorentscheidung. Doch Cwiek (18.) wurde bei seinem Versuch zu weit nach außen abgedrängt und verpasste ebenso wie Hasan Hamzaoglu (20.) den Querpass zum besser postierten Mitspieler.

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So blieben die Bocholter im Spiel und hatten sich für Durchgang zwei scheinbar eine Menge vorgenommen. Die logische Folge des Drucks war das trotzdem vermeidbare 2:2 erneut durch Übbing, der nur acht Meter vor dem Tor nicht entscheidend gestört wurde (56.). PSV-Keeper Patrick Erhart verhinderte mit einer Fußabwehr gegen den frei vor ihm auftauchenden Geven, dass die Partie nicht gänzlich kippte (70.).

Trotz der vom Coach bemängelten fehlenden Fitness hatten die Platzherren am Ende die größeren Chancen auf den „Lucky Punch“. Doch Hamzaoglu präsentierte sich einmal mehr im Abschluss zu verspielt (88.) und Orkan Güclü schoss das Leder nach einer nicht sauber geklärten Ecke der Gastgeber aus 16 Metern Richtung Parkplatz (90.). Chancen, an die man sich möglicherweise noch erinnern wird.