PSV-Reserve gegen Gegner in Topform und die Sprüche

Gesperrter Maskenmann: Nach seinem Nasenbeinbruch spielte Yasin Cagatay gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter II mit Gesichtsschutz und sah die fünfte Gelbe Karte. Deswegen steht er dem SV Bislich in Spellen nicht zur Verfügung.
Gesperrter Maskenmann: Nach seinem Nasenbeinbruch spielte Yasin Cagatay gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter II mit Gesichtsschutz und sah die fünfte Gelbe Karte. Deswegen steht er dem SV Bislich in Spellen nicht zur Verfügung.
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Was wir bereits wissen
Drei Nachholspiele in der Fußball-Bezirksliga stehen am Mittwoch an: Die PSV-Reserve erwartet Krechting, Bislich gasiert in Spellen und Hamminkeln beim SC 26 Bocholt.

Am Niederrhein..  Trainer Aycin Özbek verlässt den PSV Lackhausen II (11. Platz/28 Punkte), und auch ein Großteil der über Jahre zusammengewachsenen Mannschaft geht am Saisonende. Verbunden mit der seit fünf Spielen anhaltenden Niederlagenserie sorgt dies für viel Gesprächsstoff über den in 2015 noch punktlosen Fußball-Bezirksligisten. „Ich habe keine Lust mehr auf die ganzen Sprüche“, sagt Özbek. „Wir sind alle noch mit ganzem Herzen dabei.“ Den Beweis wollen die in akute Abstiegsnot geratenen Grünen im Heim-Nachholspiel am Mittwoch (19.30 Uhr) gegen den SV Krechting (4./39) liefern.

Das schlechteste Rückrunden-Team empfängt am Molkereiweg das beste. Krechting gewann sechs seiner sieben Spiele nach der Winterpause, am Sonntag mit 5:1 in Praest. „Wenn man sie spielen lässt und bei Standards nicht aufpasst, dann kommt man unter die Räder“, meint Özbek. „Für uns wird es aber Zeit, dass wir wieder gewinnen.“

Der PSV II-Coach setzt auf das Training der vergangenen Tage, in dem seine Mannschaft ihren gewaltigen Rückstand teilweise aufholte. Bis zuletzt waren die Plätze am Molkereiweg witterungsbedingt immer wieder gesperrt worden. „Jetzt sind wir besser vorbereitet und werden alles für einen Sieg tun“, verspricht Özbek. „Selbst wenn fußballerisch nicht alles gelingt, müssen wir den Kampf annehmen.“

Anton Kötter und Sebastian Weinkath haben am spielfreien vergangenen Wochenende ihre Comebacks in der dritten Mannschaft gefeiert, und Kevin Fondermann ist aus seinem Urlaub zurück. Tobias Berghaus und Lars Klein-Hitpaß fallen dagegen weiter aus.

Bereits um 19 Uhr wird das Auswärtsspiel des SV Bislich (10./29) beim SV Spellen (15./24) angepfiffen, damit die Mannschaften auf dem Rasenplatz ohne Flutlicht kicken können. Doch auch wenn keine Asche aufstauben wird, spricht vieles für echten Abstiegskampf. „Es kommt in diesen Partien nicht unbedingt auf das Spielerische an, sondern auf den 100-prozentigen Willen“, stellt Bislichs Trainer Dennis Lindemann klar. „Die Spieler müssen das Letzte aus sich herausholen und dürfen nicht zögerlich oder ängstlich sein.“

An dem eingeschüchtert wirkenden Auftritt seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter II entzündete sich am vergangenen Samstag die Kritik. Nach dem Seitenwechsel hatten sich die Bislicher mehr zugetraut und zwei Rückstände ausgeglichen. Ein heftig umstrittener Strafstoß, verbunden mit dem Platzverweis für Torhüter Sven Scholten, kostete den Schwarz-Weißen gegen den Tabellenführer dennoch das Remis. „Auf unserer Leistung in der zweiten Halbzeit können und sollten wir in Spellen aber aufbauen“, fordert Lindemann.

Der Coach sieht den Drittletzten unter größerem Druck: „Für Spellen ist es ein Muss-Spiel, wir könnten auch mit einem Punkt leben. Damit würden wir definitiv nicht auf einen Abstiegsplatz rutschen.“ Lindemann erwartet einen „heißen Tanz“ gegen einen „kompakten Gegner“.

Ihn treibt vor allem die Besetzung seiner Offensive um: Engin Vural (Training mit den B-Junioren des MSV Duisburg) und Marc Ressel (beruflich bedingt) drohen auszufallen. „Ich habe noch die Hoffnung, dass zumindest einer der beiden dabei ist“, meint der SVB-Trainer. Für den gesperrten Sven Scholten rückt Sven Sextro ins Tor, Yasin Cagatay muss seine Gelb-Sperre absitzen.

Jörg Gonschiors Zorn über die „Überheblichkeit“ seiner Mannschaft beim enttäuschenden 1:1-Unentschieden gegen das Schlusslicht TuB Bocholt ist verflogen. „Ich habe mich darüber geärgert, bin aber nicht nachtragend. Man muss die Kirche im Dorf lassen“, sagt der Trainer des Hamminkelner SV (5./35), der nach einem Gespräch auch den Disput mit Raik Wittig beigelegt hat. Der Torjäger hatte am Sonntag wutentbrannt auf seine Auswechslung reagiert, wird beim Auswärtsspiel gegen den SC 26 Bocholt (8./31) am Mittwoch um 19.30 Uhr aber wieder in der Startelf stehen.

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Der HSV tritt mit großen Personalsorgen im Kaisergarten an: Osama El Toufaili, Tom Wirtz und Jan-Christian Sweers haben gegen TuB Bocholt jeweils ihre fünfte Gelbe Karte gesehen und sind gesperrt. Die beiden Torhüter Sascha Tünte und Christoph Ziegler begleiten den FC Bayern München zum Champions-League-Spiel nach Porto, und Mohamed Baydoun fällt beruflich bedingt aus. Gleiches droht auch bei Pascal Krause. Fünf oder sechs Akteure aus der B-Liga-Reserve nehmen die Kaderplätze ein.

„Es werden einige Spieler auflaufen, die mit den Hufen gescharrt haben und sich jetzt beweisen wollen“, sagt Gonschior. „Wir wissen um die Stärke des Sportclubs, fahren aber nicht nach Bocholt, um dort die Punkte abzugeben.“