PSV-Reserve droht letztes Heimspiel in der Bezirksliga

Nach abgelaufener Rot-Sperre wieder dabei: Orkay Güclü.
Nach abgelaufener Rot-Sperre wieder dabei: Orkay Güclü.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Fußball-Bezirksligist PSV Lackhausen II ist gegen den RSV Praest zum Siegen verdammt. Denn sonst wird dies wohl für längere Zeit das letzte Bezirksliga-Heimspiel sein.

Wesel..  Unter der Woche wurde Polat Aydin vom PSV Lackhausen mitgeteilt, dass er nicht mehr die A-Jugend betreut, die er durch die Hintertüre zur Relegation in die Niederrheinliga geführt hatte. Am Sonntag soll Aydin als Interimscoach der Reserve (14. Platz/33 Punkte) mit einem Heimsieg gegen den RSV Praest (9./40) die Hoffnung am Leben erhalten, doch noch die Fußball-Bezirksliga halten zu können.

„Was hier zuletzt gelaufen ist, fand ich nicht in Ordnung, aber darum geht es jetzt nicht“, sagt der 50-Jährige. „Ich bin guter Dinge, dass wir Praest schlagen können und somit hoffentlich am letzten Spieltag noch eine Chance haben, drin zu bleiben.“

Aydin sieht bei seiner Elf in den letzten Wochen große Fortschritte. Er erkennt mehr Selbstvertrauen, da die Kicker körperlich besser drauf sind. Vorher hätten sie sich auf dem Platz teilweise versteckt. „Wir trainieren richtig gut und es macht Spaß“, so Aydin. Das liegt auch daran, dass der PSV-Reserve auf der Zielgeraden die A-Jugendlichen des älteren Jahrgangs als Alternativen zur Verfügung stehen. Lediglich für Enrico Floris ist mit seiner Bänderdehnung die Saison bereits beendet. Der Einsatz von Berkay Kürekci ist aufgrund einer leichten Prellung ungewiss. „Wir sind auch spielstärker geworden. Dazu kommt Orkay Güclü nach seiner Sperre, so dass wir noch mehr Möglichkeiten haben.“

Für die Praester ist es bereits das letzte Saisonspiel. Für den sicheren Klassenerhalt müssen sie am Molkereiweg gewinnen. Bei einem Remis dürfte dem RSV das gute, ausgeglichene Torverhältnis zur Hilfe kommen. Bei einer Niederlage allerdings könnte die Mannschaft von Trainer Roland Kock am letzten Spieltag nach derzeitigem Stand noch von vier Teams überholt werden. Drei würden den RSV-Abstieg bedeuten.

„Wir müssen knallhart auf Sieg spielen, dürfen uns aber nicht provozieren lassen“, mahnt Polat Aydin zur Ruhe. Bei einer Niederlage und selbst bei einem Remis hätte sich das Thema Bezirksliga für den PSV-Unterbau nicht zwingend, aber mit großer Wahrscheinlichkeit bereits vor dem Saisonfinale erledigt.