PSV Lackhausen verteidigt den Weseler Titel

Glückliche Sieger: Landesligist PSV Lackhausen verteidigte als klassenhöchster Verein und Favorit souverän den Weseler Stadttitel.
Glückliche Sieger: Landesligist PSV Lackhausen verteidigte als klassenhöchster Verein und Favorit souverän den Weseler Stadttitel.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Die Landesliga-Kicker des PSV Lackhausen verteidigten den Titel, aber auch Endspiel-Gegner und Ausrichter Wesel Anadolu Spor durfte sich als Sieger fühlen.

Wesel..  Ein Endspiel, zwei Sieger: Der PSV Lackhausen sicherte sich als Titelverteidiger über weite Strecken sehr souverän den Pokal des Weseler Fußball-Stadtmeisters auch unter dem Dach. In der bis zuletzt sehr gut gefüllten Rundsporthalle setzte sich der Landesligist im Endspiel mit 4:1 gegen Wesel Anadolu Spor durch. Aber auch der B-Ligist hatte nur wenig Grund, traurig zu sein. Als Gastgeber bekam Anadolu viel Lob für sein kulinarisches Angebot und den reibungslosen Ablauf. Zudem war es das erste Mal, dass der noch relativ junge Verein das Endspiel der Stadtmeisterschaften in der Halle erreichte.

„Wir haben uns als Gastgeber und auch sportlich sehr gut präsentiert“, resümierte ein zufriedener Anadolu-Coach Ismail Samhal. „Schade, dass der krönende Abschluss für uns fehlte, aber wir können trotzdem sehr zufrieden sein. In einem Finale entscheiden auch die Erfahrung und ein wenig das Glück wie bei dem abgefälschten Schuss zum 1:3.“

Für den PSV war in der Halle erneut Co-Trainer Michael Pasinski zuständig. Er setzte auf eingespielte Blöcke und ließ stets die Routiniers zuerst auf das Feld. „Wir wollten ruhig und vernünftig abwartend agieren, das haben wir gut umgesetzt“, sagte Pasinski, unter dessen Regie die Grünen im vergangenen Jahr trotz zweier Niederlagen am Ende jubeln durften. Diesmal standen für den PSV unter dem Strich fünf Siege und ein Torverhältnis von 28:5 zu Buche.

Zu diesen erfahrenen Akteuren des Landesligisten gehört der Futsal praktizierende Matthäus Cwiek. Nach nur 70 Sekunden und zwei Körpertäuschungen brachte er den PSV in Führung. Kurz nach dem Lattenkracher von Stephan Sanders legte Necati Güclü nach (4.). Doch mit dem größeren Teil der Menge im Rücken gab sich der Außenseiter so schnell nicht geschlagen und wurde mit dem 1:2-Anschlusstreffer durch Bervedan Mengülogul belohnt (8.).

Mit seinem abgefälschten Distanzschuss zum 3:1 sorgte Viktor Klejonkin für die Vorentscheidung (10.), Admir Begic machte nach Vorarbeit von Johannes Bruns den „Deckel“ drauf (13.). Kurz vor der Sirene wäre Serhat Samhal, der als Keeper bei Anadolu den angeschlagenen Ömer Samhal vertrat, noch fast Ergebniskosmetik über das gesamte Feld gelungen, doch PSV-Torwart Patrick Erhart hatte noch nicht abgeschaltet.

Erfreulich wenig Verletzungen

Ins Endspiel eingezogen war Anadolu Spor, weil dem B-Ligisten mit dem 1:0-Sieg in der Zwischenrunde gegen den bis dato sehr souverän auftretenden SV Bislich eine umjubelte Überraschung gelang. Die Überzahl in der Schlussminute nach der Zeitstrafe gegen den Bislicher Spielmacher Ertug Cosgun wegen eines Trikotzupfers nutzte Firat Samhal 25 Sekunden vor dem Ende mit einem „Hammer“ ins lange Eck aus.

„Bis dahin konnten wir mit dem Turnier eigentlich zufrieden sein. Aber wenn man in einem Spiel trotz zahlreicher Chancen kein Tor macht, muss man sich nicht wundern, wenn man nicht ins Finale kommt“, so SVB-Co-Trainer Tobias Engels, der vor dem mit 1:2 verlorenen Neunmeterschießen um Platz drei gegen SuS Wesel-Nord schon witzelte: „Bei uns laufen Wetten, ob wir nach den verschossenen Neunmetern in der Vorrunde diesmal wenigstens einen rein machen.“ Lediglich SVB-Youngster Matthias Hußmann überwand den neuen SuS-Keeper Christian Grieger. Für dessen Mannschaft war nach den Treffern von Marcel Freydorfer und Stefan Trübe ein fünfter Schütze für den überraschenden dritten Rang bei der Stadtmeisterschaft schon gar nicht mehr nötig.