PSV Lackhausen benötigt beim Spitzenreiter einen „Sahnetag“

Jim Grimm (r.) und der PSV reisen als Außenseiter zum Spitzenreiter nach Schonnebeck.Dort geht es wieder auf Kunstrasen - kein gutes Omen.
Jim Grimm (r.) und der PSV reisen als Außenseiter zum Spitzenreiter nach Schonnebeck.Dort geht es wieder auf Kunstrasen - kein gutes Omen.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Die Hürde ist sehr hoch: Fußball-Landesligist PSV Lackhausen gastiert am Sonntag beim Spitzenreiter in Schonnebeck. Vielleicht geht Trainer Rütter dabei auf Nummer sicher...

Wesel..  Den Auftritt beim Spitzenreiter bezeichnen Fußball-Trainer gerne als „leichtestes Spiel der Saison“. Auch Roger Rütter betont: „Wir haben dort absolut nichts zu verlieren.“ Der von ihm gecoachte Fußball-Landesligist PSV Lackhausen (10. Platz/21 Punkte) tritt am Sonntag beim Primus Spielvereinigung Schonnebeck (41) an.

Der verlor zuletzt das Topspiel beim FSV Duisburg vor über 700 Zuschauern mit 1:2 und weiß den Verfolger nun nur durch das bessere Torverhältnis punktgleich im Nacken. Das Torekonto war auch Thema bei der Aufarbeitung des unnötig knappen Weseler 2:1-Sieges gegen Vogelheim. „Es soll mir am Ende niemand die Ohren voll heulen, wenn uns zwei Tore fehlen. In diesem Spiel hätten wir vier, fünf Dinger mehr machen können und haben noch Glück gehabt, dann überhaupt die drei Punkte zu bekommen. Auch das haben wir gegen Königshardt ja schon anders erlebt“, sagt Rütter.

Die Höhe des Sieges war in der Vorbesprechung für den Sonntag sicherlich nicht das Thema bei den Grünen. „Auch Schonnebeck ist nicht unschlagbar. Wir müssen sicherlich schon einen Sahnetag erwischen, um dort etwas mitzunehmen. Aber warum soll das nicht auch mal wieder der Fall sein“, so Rütter. Er meint, dass für Schonnebeck der Druck weitaus größer sei als für den PSV. Deshalb hofft der Coach, aus dieser Position heraus auch auswärts mal wieder auf eine Überraschung.

Dagegen spricht die ernüchternde Bilanz der Postsportler auf den Kunstrasen der Konkurrenz. Hatte diese in der Oberliga offensichtlich auch mit der Überlegenheit der Gastgeber zu tun, so ist der letzte Platz in der aktuellen Auswärtstabelle gegenüber Rang fünf im Heimtableau beim PSV anderer Natur. Zum Vergleich: Schonnebeck hat seine letzten sieben Heimspiele in Serie mit einem Torverhältnis von 27:6 gewonnen.

„Es verstehen viele Leute nicht, dass das Spiel auf Natur- und auf Kunstrasen jeweils ein ganz anderes ist“, so Rütter. Vor drei, vier Jahren sei dies noch nicht so ein Faktor gewesen, da Kunstrasen nicht so weit verbreitet gewesen sei. „Zudem sind die Plätze häufig leicht unterschiedlich. Dafür tun sich die Gegner bei uns immer schwerer.“

Stürmer des Gastgebers führt Liga-Torjägerliste an

Bestes Beispiel war eine kurze Ecke, die bei einer technisch so versierten Mannschaft wie dem FSV Duisburg am Molkereiweg nach der zweiten Ballberührung hinter der Bande landete. „Das hätte ich denen auch vorher sagen können, dass man das bei uns nicht machen kann“, so Rütter. Allerdings hemmen die zahlreichen Huckel auch die eigenen Stürmer beim Risikoabschluss. Immerhin diesbezüglich gibt es auf dem Essener Kunstrasen am Sonntag keine Ausreden.

Der Lackhausener Coach betont, beim Favoriten in keiner Weise etwas abschenken zu wollen. Dennoch gibt es Gedankenspiele, die von der fünften Gelben Karte und damit einer Sperre bedrohten Dario Floris und Oliver Vos für die folgende, enorm wichtige Heimpartie gegen die Sportfreunde Niederwenigern in Schonnebeck zu „schonen“. Fehlen werden die Gelb gesperrten Brüder Arthur und Matthäus Cwiek. Kapitän Marvin Schweds musste mit seinen Rückenbeschwerden erneut das Training abbrechen und ist derzeit nicht an Bord. Wieder dabei ist Kevin Kirstein, der unter der Woche beim 2:2 der Bezirksliga-Reserve eine gute Partie spielte.