PSV: Kaiser bleibt doch, Gebrüder Güclü verlassen Reserve

Sebastian Kaiser, der diesen Elfmeter der Sportfreunde Niederwenigern nicht halten konnte, weil er am Tor vorbei ging, bleibt beim PSV Lackhausen.
Sebastian Kaiser, der diesen Elfmeter der Sportfreunde Niederwenigern nicht halten konnte, weil er am Tor vorbei ging, bleibt beim PSV Lackhausen.
Foto: Funke Foto Services

Wesel..  Sebastian Kaiser wechselt doch nicht zur Reserve des SV Hönnepel-Niedermörmter, sondern bleibt dem PSV Lackhausen auch in der kommenden Saison erhalten. Der 21-Jährige hatte beim Schlussspurt des Fußball-Landesligisten im Abstiegskampf den Kasten gehütet und ist bei den sechs Siegen in sieben Partien viermal ohne Gegentreffer geblieben.

Besonders im „Finale“ zu Hause gegen den ESC Rellinghausen (1:0) bewahrte Kaiser die Postsportler mit zwei Glanztaten vor der Relegation. Zuvor war der Keeper in dieser Spielzeit 23 Mal in der Bezirksliga-Reserve aktiv gewesen. Im Oberliga-Jahr stand der Youngster acht Mal zwischen den Pfosten der Grünen.

„Kleines Luxus-Problem“

„Das freut uns natürlich. Damit haben wir ein kleines Luxus-Problem“, sagt der neue PSV-Coach Björn Assfelder und erinnert daran, dass mit dem genesenen Valentin Leber und auch Neuzugang Sascha Mielke zwei weitere Schlussmänner trotz der jüngsten Entwicklungen nicht chancenlos seien. Routinier Patrick Erhart wird sich bekanntlich künftig auf sein Amt als Co-Trainer konzentrieren.

Bei Kaisers Wechsel zum Bezirksliga-Meister war bereits von beiden Seiten Vollzug gemeldet worden. „Aber dann haben sich bei Hönnepel Veränderungen auf der Torwartposition ergeben, so dass man beim Sebastian die gemachten Zusagen nicht mehr einhalten konnte“, erläutert Assfelder, der den künftigen Hö-Nie II-Trainer Daniel Beine noch aus Rheder Zeiten kennt. Alle Parteien haben miteinander geredet, nun bleibt der Blondschopf am Molkereiweg.

Unterdessen hat Björn Assfelder seinen ersten Vorbereitungsplan als Cheftrainer inklusive der Testspiele für die Grünen erstellt. Zur ersten Einheit bittet der dann ehemalige Kapitän und Abwehr-Chef am Sonntag, 5. Juli. Die Testspiele finden allesamt zu Hause statt. „Die Idee dahinter ist ja schon seit Jahren, dass wir dann im Winter bei den Gegnern auf Kunstrasen spielen können“, so Assfelder.

Von der Kreisliga A über die A-Jugend-Bundesliga bis zur Oberliga ist an Gegnern alles dabei. Den Kontakt zur U19 des MSV Duisburg und deren Coach Carsten Wolters hatte Björn Assfelder über Nils Pagojus, Sohn von WSV-Trainer Bernd Pagojus, geknüpft. Nils Pagojus (19) spielt mittlerweile in der U23 der Zebras, die sollte es nach der Oberliga-Saison des PSV aber dann doch nicht sein. Assfelder: „Mit denen haben wir letztes Jahr schlechte Erfahrungen gemacht . . .“

Die Testspiele des PSV Lackhausen, alle zu Hause, 8. Juli (19.30 Uhr): 1. FC Bocholt, 11. Juli (16 Uhr): SV Orsoy, 16. Juli (19.30 Uhr): TuB Mussum, 17. Juli (19:30 Uhr): Eintracht Coesfeld, 19. Juli (16 Uhr): SV Hamminkeln, 22. Juli (19.30 Uhr): RSV Praest, 26. Juli (14 Uhr): RW Oberhausen U19, 28. Juli (19.30 Uhr): SV BW Dingden, 1. August (14 Uhr): MSV Duisburg U19.

Schlechte Nachrichten gibt es für die zweite Mannschaft des PSV. Die in die Kreisliga A abgestiegene Reserve der Grünen muss mit Orkan und Orkay Güclü zwei weitere Stammkraft-Abgänge hinnehmen. Das Brüder-Duo wechselt zum Bezirksliga-Aufsteiger VfB Lohberg.