PSV kämpft sich in Unterzahl aus der Abstiegszone

Die PSV-Kicker (v. l.) Timo Giese, Matthäus Cwiek, Dario Floris und Sebastian Eisenstein gratulieren Jari Ecker (2. v. l.) zu dessen 2:1-Führungstreffer per Strafstoß gegen den FSV. Floris musste wenig später unfreiwillig vom Feld.
Die PSV-Kicker (v. l.) Timo Giese, Matthäus Cwiek, Dario Floris und Sebastian Eisenstein gratulieren Jari Ecker (2. v. l.) zu dessen 2:1-Führungstreffer per Strafstoß gegen den FSV. Floris musste wenig später unfreiwillig vom Feld.
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Was wir bereits wissen
Zum Sieg hat es nicht ganz gereicht, aber Fußball-Landesligist PSV Lackhausen trotzte im Nachholspiel dem Tabellenzweiten FSV Duisburg ein 2:2 ab.

Wesel..  Vor dem Anpfiff wären sie mit einem Punktgewinn sicherlich hochzufrieden gewesen. Nach dem Abpfiff diskutierten die Kicker des PSV Lackhausen lieber die zahlreichen strittigen Szenen in der Heimpartie der Fußball-Landesliga gegen den FSV Duisburg, in der sie nach der Gelb-Roten Karte gegen Dario Floris (65.) inklusive Nachspielzeit 31 Minuten in Unterzahl auskommen mussten und die mit 2:2 (1:1) keinen Sieger fand.

„Mit der richtigen Einstellung können wir hier jede Mannschaft der Liga schlagen“, resümierte PSV-Trainer Roger Rütter, dessen Elf dank des Zählers gegen den Tabellenzweiten die Abstiegsränge wieder verlassen hat. „Wir haben fast nichts an Chancen für den Gegner zugelassen und hätten mindestens noch einen Elfmeter bekommen müssen“, ergänzte er.

Rütter hatte Viktor Klejonkin und Jari Ecker für die Offensive aufgeboten und das Duo zahlte nach nicht einmal einer Minute das Vertrauen wieder zurück. Ecker erkämpfte das Spielgerät für Klejonkin, der im Strafraum vor FSV-Keeper Sagsinlar an den Ball kam, von diesem „abgeräumt“ wurde und trotzdem einen Freistoß gegen sich gepfiffen bekam. Entsetzen auf der PSV-Bank. Das wurde noch größer, als die Grünen nach einem Einwurf in der eigenen Hälfte unter Druck gerieten und Kilinc den Konter im Höchsttempo zum 1:0 ins lange Eck für den Gast abschloss (11.).

Dass Schiedsrichter Heinrichs sich entgegen mancher Vorwürfe von außen traute, auch gegen rund 150 mitgereiste und lautstarke „Co-Trainer“ des FSV auf den Punkt zu zeigen, bewies er in Minute 20. Basaran hatte Klejonkin am Strafraumeck gefoult. Oliver Vos trat an und scheiterte an Sagsinlar, doch Matthäus Cwiek traf per Nachschuss zum 1:1. Klejonkin per Kopf (23.) und Christopher Abel per Volleyabnahme (33.) hatten die besten Chancen, die Partie zu drehen.

Dies war mit seinem ersten Saisontreffer nach dem Seitenwechsel Jari Ecker vorbehalten. Nach einem Foul an Abel, der anschließend verletzt raus musste, übernahm Ecker am Elfmeterpunkt die Verantwortung und verwandelte zum 2:1 (53.).

So haben sie gespielt

Der FSV, der in seinen 13 Partien zuvor nur zweimal nicht als Sieger vom Feld gegangen war, erhöhte Druck und Risiko. Begünstigt wurde dies durch die strittige „Ampelkarte“ für Floris nach einem angeblichen Foul im Mittelfeld (65.).

Ihre spielerische Überlegenheit konnten die Duisburger auf dem holprigen Rasen am Molkereiweg aber nur bedingt demonstrieren und so musste für den Ausgleich eine Standardsituation herhalten. Aus 18 Metern zirkelte Karadag den Ball an der Mauer vorbei in die Torwartecke, weshalb sich PSV-Keeper Patrick Erhart kritische Töne anhören musste (81.). Pech hatten die Grünen, als der Kopfball von Vos kurz vor der Linie von einem FSV-Akteur noch zur Ecke geklärt wurde. Es wäre die Krönung eines aufopferungsvollen Kampfes gewesen.

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