Pokalspiel beeinflusst Liga-Alltag des SV Schermbeck

Inan Basar (rechts) gehörte schon beim Pokalspiel in Haltern (0:1) zur ersten Elf, möglicherweise nimmt er die Position des verletzten Mirko Urban ein. Im Hintergrund: Dominik Milaszewski.
Inan Basar (rechts) gehörte schon beim Pokalspiel in Haltern (0:1) zur ersten Elf, möglicherweise nimmt er die Position des verletzten Mirko Urban ein. Im Hintergrund: Dominik Milaszewski.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Die Nachwehen des Pokalspiels in Haltern (0:1) reichen bis in die Partie gegen Nottuln: Fußball-Westfalenligist SV Schermbeck fehlt der gesperrte Torjäger Tim Dosedal.

Schermbeck..  Das Spiel einfach abhaken, das geht nicht so leicht – dafür ist zu viel vorgefallen. „Beim Training war das noch ein großes Thema“, sagt Christoph Schlebach. Dabei reagiert der ansonsten eher ruhige Trainer des Fußball-Westfalenligisten SV Schermbeck immer noch angefressen auf die Umstände der 0:1-Pokalniederlage am Dienstag beim Landesligisten TuS Haltern. „Ich finde es eine bodenlose Frechheit, dass man nicht mal einen Fehler zugibt“, ereifert sich der 46-Jährige über die Entscheidung, es bei „Rot“ gegen SVS-Torjäger Tim Dosedal zu belassen. Einem Spieler, der vom fraglichen Geschehen 60 Meter entfernt gewesen sei. Deshalb hat der SVS gegen den Platzverweis Einspruch eingelegt. Aufschiebende Wirkung hat dies nicht: Deshalb muss der Tabellendritte am Sonntag (15 Uhr) im Heimspiel gegen GW Nottuln auf Dosedal verzichten.

Allerdings hofft Schlebach, dass es bei einem Spiel Zwangspause bleibt. Der Schermbecker Trainer setzt auf den Einspruch, eine kurzfristig angesetzte mündliche Verhandlung und auf Akteure des Landesligisten TuS Haltern. „Da haben sich einige schon am Dienstag bereit erklärt auszusagen“, erzählt Christoph Schlebach. Zu dem vermeintlichen Nachtreten eines SVS-Akteurs – der Schiedsrichter-Assiststent hatte Dosedal als Übeltäter ausgemacht – sei hingegen vom Unparteiischen keine Klärung zu erwarten. „Er hat mir gesagt, dass er davon gar nichts gesehen hat.“

Zu allem Ärger über die Rote Karte und die damit verbundene Sperre Dosedals sowie das Aus in Kreispokal gesellen sich bei den Schermbeckern weitere personelle Sorgen, die durch die Partie in Haltern noch größer worden sind. Kevin Ewald musste bereits nach knapp einer halben Stunde mit einer Verhärtung im Adduktorenbereich ausgewechselt werden. Er wird mindestens ein Spiel fehlen. Eine Prognose über die Auszeiten von Max Bönighausen (Adduktorenprobleme) und Mirko Urban (Oberschenkelzerrung) wagt Schlebach nicht. „Genau mit diesen Blessuren hampeln ja beide schon einige Wochen herum“, sagt der Coach. Bei Urban stellte sich die alte Verletzung in Herford (3:3) schon nach 13 Minuten wieder ein.

Damit wird es für das Heimspiel gegen Nottuln richtig eng im nur 17 Feldspieler umfassenden Kader. Bei vier Ausfällen säßen eigentlich nur zwei Feldspieler auf der Bank. Deshalb holt der Coach noch David Letina von den A-Junioren dazu. Marek Klimczok, der aus beruflichen Gründen erst kurz vor dem Anpfiff des Pokalspiels dazu stieß, rückt wieder ins Team. Inan Basar, der in Haltern von Anfang an auf dem Platz stand, könnte die Rolle von Mirko Urban übernehmen.